Hamburg knackte den Weltrekord: Alsterufer-Schachturnier ist das größte seiner Art.
Blick in die Barclaycard-Arena in der mehr als 4200 Schüler beim Schachturnier "Rechtes Alsterufer gegen Linkes Alsterufer" teilnehmen. Foto: Daniel Reinhardt/dpa

Das traditionsreiche Alsterufer-Schachturnier ist seit diesem Dienstag das größte Schulschachturnier der Welt. Mit über 4240 Teilnehmern wurde in der Barclaycard-Arena ein eigener 29 Jahre alter Rekord gebrochen.

Beim diesjährigen Schulschachturnier „Rechtes Alsterufer gegen Linkes Alsterufer“ haben am Mittwoch, den 9. Mai, 4240 Schülerinnen und Schüler teilgenommen. Damit konnte der Teilnehmerrekord aus dem Jahre 1988 (3616 Schüler) geknackt werden.

Ein weiterer Rekord wurde in der Anzahl der Zuschauer erreicht. Mit 5000 Besuchern hat sie sich verdoppelt. Mehrere Sonderzüge der S-Bahn beförderten die Schachbegeisterten am Morgen mitten im Berufsverkehr quer durch die Stadt. Schulen aus allen Bezirken Hamburgs pilgerten mit bis zu 400 Schülern zum Schach-Highlight des Jahres, um am Weltrekordversuch teilzunehmen. Gesamtsieger war in diesem Jahr das rechte Alsterufer.

Schulsenator Ties Rabe sagte, dass die Größe dieses Schach-Events den Stellenwert zeige, den Schach in Hamburgs Schulen habe. Er freue sich, „dass immer mehr Schulen dies erkennen und Schach zu einem Baustein der eigenen Schullandschaft machen.“ Veranstalter Jan Pohl vom „Fachausschuss Schach“ der Behörde für Schule und Berufsbildung, ergänzt: „Die Teilnehmerzahlen in diesem Jahr übersteigen alle unsere Erwartungen und zeigen einmal mehr: Schulschach boomt in Hamburg.“

Ein Schachturnier mit Geschichte

Die erste Ausgabe von „Rechtes Alsterufer gegen Linkes Alsterufer“ haben Lehrer der heutigen Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft 1958 ins Leben gerufen. Seit 1976 findet es jährlich in unterschiedlichen Austragungsstätten in Hamburg statt. Rekordverdächtig war das Turnier schon 1988: Mit 3616 teilnehmenden Schülern erhielt es einen ersten Eintrag in das Guinness-Buch der Rekorde. Seit 2017 hat es den Titel des weltweit größten Schulschachturniers wieder inne.

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Christina Höhnen, Jahrgang 1992, hat schon einmal den echten Weihnachtsmann getroffen. Der wohnt in Lappland, wohin sie während ihres Auslandssemesters in Finnland reiste. Die restliche Studienzeit verbrachte sie in Mittweida. Dort machte sie ihren Bachelor in Medienmanagement und leitete ein Jahr lang Deutschlands einzigen von Studenten geführten Lokalradiosender. Für den Umzug nach Sachsen tauschte sie Riesling gegen Pfeffi ein – Christina wuchs umgeben von Weinbergen in einem Moseldorf nahe Trier auf. Für Praktika bei einer Shopping-Vergleichs-App und bei fischerAppelt, relations zog sie nach Hamburg. Hier joggt sie am Liebsten durch Planten un Blomen und hört dabei Trash der 90er.