Der Hamburger Tennisprofi Alexander Zverev steht erstmals in der Top Ten der Weltrangliste. Bild: DPA

Zum ersten Mal seit 10 Jahren ist wieder ein Deutscher unter den Top Ten der Tennis-Weltrangliste. Der 20-jährige Alexander Zverev gewann gegen Novak Djokovic das Turnierfinale in Rom.

Alexander Zverev hat Novak Djokovic am Sonntag beim Masters-Turnier in Rom mit 6:4, 6:3 bezwungen. Für seinen souveränen Final-Erfolg gegen den Weltranglisten-Zweiten benötigte der 20-Jährige gerade einmal eine Stunde und 21 Minuten. Damit steht Zverev ab Montag erstmals auf Rang zehn der Weltrangliste. Seit Tommy Haas 2007 war kein deutscher Tennisspieler mehr in der Top Ten.

„Eines der besten Spiele, die ich je gespielt habe“

„Das war heute eines der besten Spiele, die ich je gespielt habe“, sagte Zverev nach dem Finale. Er habe immer an seine Chance geglaubt und sei so aggressiv wie möglich in die Partie gegangen, um Djokovic nicht ins Spiel kommen zu lassen. Zu Beginn der Woche habe er allerdings nicht mit so einem Triumph gerechnet: „Ich hätte mir nicht träumen lassen, das Turnier zu gewinnen“. Auch Djokovic gratulierte dem derzeit besten deutschen Tennisspieler zu seinem Erfolg. Zverev habe einfach „ein großartiges Spiel“ gezeigt, sagte der Serbe. Mit seinem Sieg ist der 20-Jährige der jüngste Masters-1000-Sieger seit dem Jahr 2007: Damals gewann der 19-Jährige Novak Djokovic die Miami Open.

Insgesamt war es das sechste Finale für den 20 Jahre alten Norddeutschen auf der ATP-Tour. Die Sandplatzveranstaltung in Rom ist mit knapp 4,3 Millionen Euro dotiert und gilt als letzter großer Test vor den French Open. Zverev tritt dort als ein Geheimfavorit an.

joh/DPA

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Johanna Röhr, Jahrgang 1991, sagt gerne etwas, kann aber auch zuhören - am liebsten wenn's um Sport geht. Und das immer brandaktuell auf Twitter. Sie liebt ihre Heimat München, Nilpferdbabys und gute Satire. Noch fühlt sie sich in Hamburg wie im Ausland, aber das wird sich bestimmt noch ändern. Sie ist Social-Media-Redakteurin bei Spiegel Online und Kommunikationstrainerin, hat aber auch schon als Stadionmoderatorin der Frauenmannschaft des FC Bayern gearbeitet. Sie ist Autorin eines Münchner Stadtführers. Modetrends findet sie cool, merkt das aber immer erst, wenn sie vorbei sind.