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Auch über dem Mediencampus Finkenau fliegen die Flugzeuge tief. Foto: Laura Lagershausen

Anwohner in Uhlenhorst, Winterhude, Barmbek, Wandsbek und Horn wundern sich seit Tagen über den ungewöhnlichen Fluglärm. Wie kommt es dazu? FINK.HAMBURG hat sich umgehört.

Hamburg-Barmbek am frühen Samstagabend. Ein Balkon im vierten Stock mit freiem Blick Richtung Osten. Eigentlich sehr idyllisch, wenn hier – wie in letzter Zeit – nicht alle zwei Minuten ein Flugzeug direkt über das Haus fliegen würde. Das hat nun ein Ende.

Woher kam der Lärm?

Grund dafür waren die jährlichen Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten des Hamburger Flughafens. Deswegen war eine der beiden Start- und Landebahnen für zwei Wochen gesperrt – zulasten der Bewohner aus Uhlenhorst, Barmbek und Winterhude. Seit dem 22. Juni ist endlich wieder Ruhe.

Was genau wird aktuell am Flughafen gemacht?

Jedes Jahr müssen die Start- und Landebahnen gewartet und ausgebessert werden. Dazu gehören unter anderem die Beseitigung von Gummiabrieb an den Aufsetzpunkten der Flugzeugreifen, Beton-, Asphaltarbeiten und die Erneuerungen der Markierungen. Außerdem muss der Rasen wieder geschnitten werden. Da viele Arbeiten nur bei trockener und warmer Witterung möglich sind, und die Sperrung nicht in der Hauptreisezeit stattfinden soll, liegen die Termine dafür meist im Juni und September.

Wieso fliegen die Flugzeuge über Uhlenhorst, Winterhude und Barmbek?

Um die Auswirkungen auf den Flugbetrieb so gering wie möglich zu halten, wurden die beiden Start- und Landebahnen einzeln gewartet. In dieser Zeit starteten und landeten alle Flugzeuge auf der gleichen Landebahn. Besonders in Uhlenhorst, Winterhude und Barmbek hatten Anwohner diese Veränderung bemerkt, denn über diese Stadtteile fliegen im normalen Flugverkehr nur ca. ein Prozent der Flugzeuge. Der Rest teilt sich mit einem Anteil von 40 Prozent auf den Nordwesten und zu ähnlichen Teilen auf den Südwesten und Nordosten der Stadt auf. Da die Start- und Landebahn Südwest-Nordost außer Betrieb genommen wurde, verlagerten sich alle Starts und Landungen auf die Nordwest-Südost-Landebahn.

Welche Bauarbeiten finden noch am Flughafen Hamburg statt?

Seit dem 4. März wird außerdem in zehn zeitlich versetzten Abschnitten das Hauptvorfeld des Flughafens erneuert. Das umfasst die Erneuerung der Regenwasser-Leitungen, der technischen Einrichtungen und der 40 bis 60 Jahre alten Betonfläche. Diese Bauarbeiten finden unabhängig von der Instandhaltung der Start- und Landebahnen statt.

Kehrt der Lärm wieder?

Vom 06. bis zum 20. September 2017 ist die Nordwest-Südost-Landebahn an der Reihe. Die Flugzeuge starten und landen dann ausschließlich über den Stadtteilen Niendorf und Langenhorn. Jedoch werden die Anwohner die Änderung möglicherweise gar nicht mitbekommen, teilt die Pressestelle des Hamburger Flughafens FINK.HAMBURG mit. Denn hier verkehrt „auch im Normalbetrieb ein sehr hoher Flugverkehr“.

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