Neu im Team der Oscar Academy: Hamburger Regisseur Fatih Akin und Schauspieler Daniel Brühl. Foto: dpa
Neu im Team der Oscar Academy: Hamburger Regisseur Fatih Akin und Schauspieler Daniel Brühl. Foto: dpa

Der Hamburger Regisseur Fatih Akin hat ab sofort Mitspracherecht, wenn es um die Oscars geht. Neben Schauspieler Daniel Brühl und 774 weiteren Filmschaffenden wurde er in die Oscar Academy eingeladen. 

Der in Hamburg geborene Regisseur Fatih Akin („Aus dem Nichts“) darf der Oscar Academy beitreten. Zusammen mit 774 Filmschaffenden wurde er von der Academy of Motion Picture Arts and Sciences in diesem Jahr als neues Mitglied eingeladen. Als weiterer deutscher Hollywood-Import ist auch Schauspieler Daniel Brühl Teil der „new class“.

Weitere Einladungen gingen an Produzenten, Kameraleute, Kostüm-Designer und Drehbuchautoren. Unter den Auserwählten sind „Wonder Woman“-Star Gal Gadot, die Harry-Potter-Schauspieler Rupert „Ron“ Grint und Tom „Malfoy“ Felton sowie Channing Tatum („Magic Mike“). Justin Timberlake, der den Soundtrack für den Animationsfilm „Trolls“ produzierte, wurde als Teil der Filmmusik-Branche eingeladen. Auch Regisseur Barry Jenkins wird, nachdem seine Produktion „Moonlight“ als bester Film des Jahres ausgezeichnet wurde, neu aufgenommen.

Academy will Kritik entgegenwirken

Jedes Jahr werden neue Mitglieder berufen, die künftig bei der Vergabe der Oscars mitbestimmen dürfen. Nachdem in der Vergangenheit die Unterrepräsentanz von schwarzen Darstellern bei den Oscar-Nominierungen kritisiert wurde – unter anderem mit dem Hashtag #OscarSoWhite – bemüht sich die Academy mehr nicht-weiße Filmschaffende aufzunehmen. So erhielten laut Webseite von 2015 bis 2017 331 Prozent mehr „People of color“ eine Einladung. Die Anzahl der Frauen liege dieses Jahr bei 39 Prozent – was einen Anstieg um ein Prozent zum Vorjahr bedeutet.

les/dpa

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Zu jedem Bier bestellt sich Lesley-Ann Jahn, Jahrgang 1992, einen Strohhalm — der verbessert angeblich den Geschmack. Auch sonst fällt die gebürtige Itzehoerin, die für ihr Germanistik-Studium nach Hamburg gezogen ist, knallharte Urteile in den Szenevierteln. Als Redakteurin für einen Hamburger Zeitschriftenverlag schaute sie zum Beispiel kritisch in die Küchen und auf die Ladentheken der Stadt. Als sie einmal für einen Artikel 30 Tage lang vegan, koffein- und alkoholfrei leben musste, litt sie dabei entsetzlich am Kaffeeentzug. Lesleys Freunde kommen bei ihr in den Genuss von selbstgemachten Kuchen und gesunden Gerichten.