Demonstranten am Hachmannplatz halten Schilder hoch. Die Volkspetition ist erfolgreich.
Demonstranten am Hachmannplatz. Foto: Lukas Schepers

Die Initiatoren der Volkspetition gegen den G20-Gipfel haben die 10.000 Unterschriften-Hürde geschafft. Damit muss sich das Parlament noch einmal mit dem Treffen der Staats- und Regierungschefs befassen.

Freude bei den Initiatoren der Volkspetition „G20 stoppen: Für Frieden und Gerechtigkeit“. Die erforderliche Anzahl von 10.000 Unterschriften ist geschafft. Das bestätigte nun die Bürgerschaftskanzlei. Damit muss sich das Parlament noch einmal mit den Argumenten der Gipfel-Gegner befassen. Die Auszählung der Unterschriften endete durchaus knapp: Nach Abzug aller ungültigen Stimmen sind nur 74 Unterschriften mehr geleistet worden, als erforderlich.

Nach Angaben der Bürgerschaftskanzlei will das Parlament noch am Mittwoch über das weitere Vorgehen beraten. Das Gesetz sehe vor, dass es die Petition an einen Ausschuss überweist, wo die Initiatoren angehört werden.

Volkspetition ist unverbindlich

Dass der G20-Gipfel, wie von den Initiatoren gefordert, abgesagt wird, gilt allerdings als ausgeschlossen. Zum einen, weil mit Ausnahme der Linken, alle Fraktionen im Parlament für das Treffen der Staats- und Regierungschefs sind. Zum anderen weil das Begehren für die Landesregierung nicht bindend ist.

Aktualisierung vom 15.06.2017:

Die Initiatoren von „G20 stoppen: Für Frieden und Gerechtigkeit“ fordern, die für den 4. Juli vorgesehene Sitzung des Verfassungsausschusses vorzuziehen. Damit ihr Anliegen „noch inhaltlich sinnvoll behandelt werden kann“, verlangt die Initiative noch vor der nächsten Bürgerschaftssitzung am 28. Juni eine Sitzung einzuberufen.

Normalerweise würde die Bürgerschaft frühestens am 12. Juli zusammenkommen, das hieße nach dem G20-Treffen. Armin Günther vom Allgemeinen Studierendenausschuss der Universität Hamburg (AStA) sagt zur Forderung der Initiative: „Die Hamburgische Bürgerschaft ist das Parlament der Bevölkerung und eben diese hat ihren Willen per Volkspetition zum Ausdruck gebracht, den G20-Gipfel auszuladen.“

pet/lag/dpa

Vorheriger ArtikelBezeichnung „Pflanzenkäse“ offiziell verboten
Nächster ArtikelZwischen Lolitas und Kriegern
Christoph Petersen, Jahrgang 1989, liebt Bahnfahren und zahlt gerne seinen Rundfunkbeitrag. Spießig? Von wegen: Der Wiesbadener war sogar schon mal in der „Neon" als Single bei den „Ehrlichen Kontaktanzeigen“. Nach seinem Politik- und Soziologie-Studium in Mainz arbeitete Christoph als Hörfunkredakteur und -Moderator für hr1, bevor er sein Volontariat bei einer Produktionsfirma für Dokumentarfilme abschloss. Jetzt lebt er in der „Barmbronx" im Osten Hamburgs und bummelt lieber über den Flohmarkt beim Museum der Arbeit als über den in der Schanze. Dort sucht er vor allem nach alten Schallplatten, die Kindheitserinnerungen wecken.
Bei gutem Wetter findet man Laura Lagershausen, Jahrgang 1990, in einem Tretboot auf der Alster, bei schlechtem in einem gemütlichen Café im Eppendorfer Weg. Die studierte Modejournalistin schreibt als freie Redakteurin unter anderem für Kundenmagazine bekannter Modemarken, auf ihrem eigenen Blog stellt sie die Hotspots der Hansestadt vor. Was ihr an Hamburg fehlt? Eine so lebendige Hiphop-Tanzszene wie die ihrer Geburtsstadt Hannover - dort war sie früher als Profi aktiv.