Die Fahrverbote ab dem 31. Mai 2018. Foto: Daniel Bockwoldt/dpa
Die Fahrverbote ab dem 31. Mai 2018. Foto: Daniel Bockwoldt

Kommende Woche treten bundesweit die ersten Fahrverbote für Dieselfahrzeuge in Kraft. Ab dem 31. Mai werden auch zwei Straßenabschnitte in Hamburg gesperrt. Grund ist die zunehmende Luftverschmutzung.

Die Hamburger Umweltbehörde gab heute bekannt, dass Dieselfahrzeuge und LKWs ab kommenden Donnerstag nicht mehr uneingeschränkt durch Altona fahren dürfen. In den vergangenen Wochen wurde häufig spekuliert, nun steht es fest: Für alle Fahrzeuge, die nicht die Abgasnorm „Euro 6“ erfüllen, gilt ab dem 31. Mai auf zwei Hamburger Straßenabschnitten ein Fahrverbot. Laut „Hamburger Abendblatt“ wird ein Teil der Stresemannstarße sowie ein Abschnitt der Max-Brauer-Allee betroffen sein.

BUND verlangt flächendeckendes Fahrverbot

Für den Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) ist diese Maßnahme zur Luftreinhaltung nicht ausreichend. Paul Schmid, Sprecher der Umwelt- und Naturschutzorganisation, bewertete die Fahrverbote als „gutes Signal, aber nicht zielführend“. Die Organisation verlangt die Einführung einer blauen Plakette für alle Fahrzeuge. So könne ein flächendeckendes Fahrverbot praktisch umgesetzt werden.

Zusätzlich fordert der BUND Umweltzonen in deutschen Städten einzurichten, die den Ausstoß von Stickstoffdioxid verringern. Bisher sollen die bestehenden städtischen Umweltzonen nur der Belastung von Feinstaub entgegenwirken. Der BUND prüft daher, ob eine weitergehende Regelung zur Reinhaltung der Luft in Hamburg juristisch durchsetzbar ist.

nvp/dpa

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Nadine von Piechowski, Jahrgang 1992, studiert in dem Gebäude, in dem sie geboren wurde: die Finkenau 35, früher eine Geburtsklinik, heute die HAW Hamburg. Bislang hat sie nur nördlich der Elbe gelebt: In Kiel und Kopenhagen studierte sie Geschichte und Archäologie. Nadines ursprünglicher Plan: ein weiblicher Indiana Jones werden. Hut und Peitsche hat sie als Ausrüstung zum Abschluss schon geschenkt bekommen. Trotzdem will sie lieber in den Journalismus. Nadine absolvierte diverse Praktika, etwa in der Pressestelle des Bundes für Natur und Umweltschutz und bei „Radio Hamburg“ in der Redaktion. Beim Helms-Museum in Harburg lektorierte sie einen Ausstellungskatalog. Sie schreibt unter anderem für den Blog „Typisch Hamburch“. In ihrer Freizeit spielt sie Handball und versucht, mit ihrem bienenfreundlichen Balkon die Welt zu retten. Kürzel: nvp