Hamburger Eltern zahlen zwischen 0,7 und 7,6 Prozent des Nettoeinkommens für Kinderbetreuung. Foto: Ralf Hirschberger/dpa
Hamburger Eltern zahlen zwischen 0,7 und 7,6 Prozent des Nettoeinkommens für Kinderbetreuung. Foto: Ralf Hirschberger/dpa

Laut Bertelsmann-Studie „Eltern Zoom 2018“ sind die Kita-Gebühren in Hamburg im Bundesvergleich besonders niedrig. Eltern in Hamburg zahlen rund 4,3 Prozent ihres Nettoeinkommens, der Bundesdurchschnitt liegt bei 5,6 Prozent.

Hamburger Eltern zahlen mit 4,3 Prozent ihres Nettoeinkommens besonders wenig für die Kinderbetreuung, wie die am Montag veröffentlichte Studie „Eltern Zoom 2018“ der Bertelsmann-Stiftung zeigt. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 5,6 Prozent. Verhältnismäßig viel zahlen Eltern in Schleswig-Holstein: Im Durchschnitt müssen sie neun Prozent des Haushaltsnettoeinkommens für Kinderbetreuung ausgeben. Eltern in Berlin zahlen mit durchschnittlich 1,8 Prozent des Nettoeinkommens am wenigsten. Die größten Schwankungen gibt es in Mecklenburg-Vorpommern mit Ausgaben zwischen 0,4 und 23 Prozent des Nettoeinkommens.

Kita-Gebühren: Finanzielle Belastung ungerecht verteilt

Mit Kosten zwischen 0,7 bis 7,6 Prozent des Nettogehalts ist die Schwankung in Hamburg im bundesweiten Vergleich am geringsten. Dies liegt laut Bertelsmann-Stiftung daran, dass es in Hamburg eine einheitliche Regelung für die Bemessung der Kita-Beiträge gibt. Seit dem 1. August 2014 haben Kinder in Hamburg bis zur Einschulung sogar einen Rechtsanspruch auf eine beitragsfreie fünfstündige Betreuung mit Mittagessen.

Die Bertelsmann-Stiftung kommt zu dem Schluss, dass die finanzielle Belastung durch Kita-Beiträge in Deutschland ungerecht verteilt ist. Haushalte unterhalb der Armutsrisiko-Grenze müssten einen fast doppelt so hohen Anteil ihres Einkommens für die Betreuung aufbringen wie wohlhabendere Eltern.

viva/dpa

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Vivien Valentiner, Jahrgang 1993, hält es selten lange im Sitzen aus: Dann drückt nämlich ihr Extra-Rückenwirbel und die ihr ebenfalls angeborene Neugierde. „Irgendwas mit Medien“ wollte Vivien deswegen schon als Jugendliche machen. Nach ersten journalistischen Gehversuchen bei Lokalzeitungen hospitierte sie beim NDR und der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ und saß im Bundesvorstand der Jugendpresse Deutschland. Vivien stammt aus Lübeck, in Lüneburg hat sie Wirtschaftspsychologie und Digitale Medien studiert. Mit ihrem Umzug nach Hamburg bleibt sie Hansestädten treu, probiert aber darüber hinaus gerne unterschiedliche Dinge aus: Sie hat schon Ballett und Rock’n‘Roll getanzt, Schlagzeug und Theater gespielt. Kürzel: viva