Ein Junge mit Fußball. Zum zweiten Mal kooperiert das Filmfest Hamburg mit dem Projekt Heimatfilme. Foto: farbfilm verleih GmbH
Zum zweiten Mal kooperiert das Filmfest Hamburg mit den Heimatfilmen. Foto: farbfilm verleih GmbH

Geflüchtete untertiteln mit deutschen Muttersprachlern Lieblingsfilme aus ihrer Heimat. Im Projekt „Heimatfilme“ kommen an fünf Abenden des Hamburger Filmfests Kino und Integration zusammen. 

Regelmäßig treffen sich für das Projekt „Heimatfilme“ Geflüchtete, Asylsuchende, Eingewanderte und deutsche Muttersprachler, um gemeinsam Filme zu schauen und sie auf Deutsch zu untertiteln. Während des Hamburger Filmfests werden diese Filme vom Filmclub an fünf Abenden gezeigt. Dazu gibt es, wie im letzten Jahr, im Anschluss selbstgekochtes landestypisches Essen.

Die Auswahl der Filme ist in diesem Jahr genauso vielfältig wie die Herkunftsländer. Die  Teilnehmer des Projekts stammen aus Afghanistan, Eritrea, dem Irak, dem Iran, Kurdistan, Somalia, dem Sudan, Syrien und auch aus Deutschland. Gezeigt werden Dokumentarfilme und Komödien, Geschichten aus Flüchtlingslagern und Filme, die mit Vorurteilen aufräumen. Auch Kinderfilme sind dabei.

Die Idee für das gemeinsame Untertiteln kommt von Kino Asyl aus München. Die Gründer von Heimatfilme kamen dann im letzten Jahr auf die Idee, nach den Filmen auch noch gemeinsam zu essen und   so den Dialog zwischen den Geflüchteten und den Gästen zu fördern. Seit seiner Gründung ist das Projekt Heimatfilme gewachsen, heute werden Filme aus aller Welt mit Untertiteln versehen  in Teams aus deutschen Muttersprachlern und Geflüchteten.

Die Vorführungen und das gemeinsame Essen finden im Gemeindezentrum St. Markus-Hoheluft statt (Heider Straße 1). Der Zugang ist barrierefrei, statt eines Eintritts kann gespendet werden.

Freitag, 28. September 
Palästinensisch-Syrischer Abend
Samstag, 29. September
Kurdischer Abend
Sonntag, 30. September

Kurzfilmabend Schwerpunkt Ostafrika
Freitag, 5. Oktober
Deutscher Abend
Samstag, 6. Oktober
Afghanisch-Iranischer Abend

Vorheriger ArtikelBist du ein Filmfest-Profi?
Nächster Artikel„Mir ist es wichtig, zum Nachdenken anzuregen“
Hannah Lesch, Jahrgang 1994, überlebte bereits Wildwasser-Rafting mit Krokodilen in Namibia. Dort hat sie auch Bogenschießen gelernt. Nach dem Bachelor im Wissenschaftsjournalismus ging sie für ein Freiwilliges Soziales Jahr nach Afrika, um für die „Deutsche Welle Akademie“ Trainings für Medienschaffende anzubieten. Nebenbei organisierte sie ein Festival, bei dem in 48 Stunden Filme produziert wurden. Wissenschaftsjournalistin möchte sie werden, seit sie bei „Jugend forscht“ einen Preis gewonnen hat. Dafür kartierte sie Mauereidechsen. Und nein, mit Harald Lesch ist sie nicht verwandt. Ihren Namensvetter und ihr Idol würde sie trotzdem gerne mal treffen. Immerhin: Seine Gehaltsabrechnung wurde ihr beim Praktikum beim „Bayerischen Rundfunk“ aus Versehen zugestellt. Geöffnet hat sie diese aber nicht. Kürzel: hl