Am Donnerstag stellte die Arbeitsagentur die Ausbildungsbilanz 2018 vor. Foto: Wolfgang Kumm/dpa
Am Donnerstag stellte die Arbeitsagentur die Ausbildungsbilanz 2018 vor. Foto: Wolfgang Kumm/dpa

Die Arbeitsagentur hat ihre vorläufige Bilanz zum Ausbildungsjahr 2018 vorgestellt. Zwar gibt es in Hamburg 500 Auszubildende mehr als im Vorjahr, viele Stellen sind aber weiterhin offen. 

Die Agentur für Arbeit hat mit weiteren Partnern die Ausbildungsbilanz für das Jahr 2018 in Hamburg gezogen: Dieses Jahr haben mehr als 16.200 junge Menschen eine Ausbildung begonnen. Das sind etwa 500 mehr als im Vorjahr, trotzdem sind viele Stellen noch unbesetzt. „Der Hamburger Ausbildungsmarkt ist ein Bewerbermarkt, wie die Ausbildungsbilanz 2018 deutlich zeigt“, sagte Sönke Fock, Vorsitzender der Geschäftsführung in der Agentur für Arbeit Hamburg.

Das Gesamtangebot an verfügbaren Ausbildungsstellen überschreitet die Anzahl der Bewerberinnen und Bewerber deutlich. Das sei gut für den Einzelnen, da für jeden Schulabschluss ausreichend Lehrstellen zur Verfügung stünden, so Fock. „Schwierig allerdings ist es für die Hamburger Wirtschaft, die ihre freien Ausbildungskontingente nicht immer besetzen kann“, sagt Fock.

„Erfolg und Karriere sind nicht an ein Studium gebunden“

„Der Trend zum Studium bleibt ungebrochen, trotz oftmals ungewisser Berufsperspektive“, sagt Josef Katzer, Präsident der Handwerkskammer Hamburg. „Erfolg und Karriere sind nicht an ein Studium gebunden. Akademische und berufliche Bildung sind gleichwertig“, so Katzer. Bei guter Konjunktur ist die Ausbildungsbereitschaft im Hamburger Handwerk unverändert groß. Allerdings sei es auch eine Herausforderung, geeignete Bewerber zu finden. Die Anzahl der Auszubildenden im Hamburger Handwerk sind im Vergleich zum Vorjahr weitgehend gleich geblieben.

„Eine Ausbildung in Hamburg ist eine attraktive Chance. Die jungen Menschen können aus interessanten Berufen und zahlreichen schulischen Angeboten wählen“, sagt Staatsrat Rainer Schulz von der Behörde für Schule und Berufsbildung. Dieses Jahr haben fast 2.500 junge Leute eine schulische Aus- und Weiterbildung in einem sozialpädagogischen Beruf begonnen, das sind 330 mehr als im Vorjahr. Zudem ist erstmalig der neue Ausbildungsberuf für Kaufleute im E-Commerce mit 71 Auszubildenden gestartet.

viva

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Vivien Valentiner, Jahrgang 1993, hält es selten lange im Sitzen aus: Dann drückt nämlich ihr Extra-Rückenwirbel und die ihr ebenfalls angeborene Neugierde. „Irgendwas mit Medien“ wollte Vivien deswegen schon als Jugendliche machen. Nach ersten journalistischen Gehversuchen bei Lokalzeitungen hospitierte sie beim NDR und der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ und saß im Bundesvorstand der Jugendpresse Deutschland. Vivien stammt aus Lübeck, in Lüneburg hat sie Wirtschaftspsychologie und Digitale Medien studiert. Mit ihrem Umzug nach Hamburg bleibt sie Hansestädten treu, probiert aber darüber hinaus gerne unterschiedliche Dinge aus: Sie hat schon Ballett und Rock’n‘Roll getanzt, Schlagzeug und Theater gespielt. Kürzel: viva