Internet statt Papier: Für das Unternehmen Otto sind Produktion und Versand des Kataloges nicht mehr rentabel. Nach 68 Jahren wird nun der letzte Katalog hergestellt. Foto: Otto GmbH & Co KG

Nach 68 Jahren stellt der Versandhändler Otto sein deutschlandweit bekanntes Printprodukt ein. Am Donnerstag wird der letzte Otto-Katalog gedruckt, der zu Spitzenzeiten in einer zweistelligen Millionenauflage erschien.

Anfang Dezember wird der letzte Otto-Katalog verschickt. Mehr als sechs Jahrzehnte war er für Millionen Haushalte in Deutschland ein wichtiges Medium, um neue Mode oder andere Waren zu bestellen. Am Donnerstag beginnt der Druck des letzten Hauptkatalogs bei der Prinovis-Druckerei in Nürnberg.

Das Handelsunternehmen Otto mit Sitz in Hamburg-Bramfeld reagiert so auf das veränderte Bestellverhalten. Dazu sagt Marc Opelt, Vorsitzender des Bereichsvorstands: „Unsere Kunden haben den Katalog sukzessive selbst abgeschafft, weil sie ihn immer weniger nutzen und schon längst auf unsere digitalen Angebote zugreifen. Entsprechend sagen wir jetzt ‚Tschüss‘.“

Produktion und Vertrieb lohnen sich nicht mehr

Zu Spitzenzeiten wurden bis zu vier Kataloge pro Jahr mit mehr als 1.000 Seiten bei einer zweistelligen Millionenauflage verschickt. Heute bestellen dem Unternehmen zufolge mehr als 95 Prozent der Kunden im Internet. Zu den verbleibenden fünf Prozent gehören Telefonbestellungen. Das sei auch weiterhin möglich.

Ganz auf gedruckte Warenpräsentation möchte Otto nicht verzichten: Künftig sollen in unregelmäßigen Abständen Spezialkataloge zu Technik- oder Gartenprodukten produziert werden.

Eine Zeitreise durch 68 Jahre Otto-Katalog:

la/dpa

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Lennart Albrecht, Jahrgang 1991, hat Olaf Scholz schon einmal drei Monate lang fast täglich auf Schritt und Tritt verfolgt – mit dessen Einverständnis, im Rahmen eines Praktikums beim Hamburger Senat. Auch Hamburgs Herz kennt er besser als die meisten: Im Nebenjob moderiert er Bustouren durch das Hafengelände, und sogar bei einem Praktikum in Hongkong warb er schon für die Vorzüge der Hansestadt. Bei der Reederei Hamburg Süd schrieb er für das Mitarbeitermagazin und half, Messen zu organisieren. Seinen Bachelor in Media Acting und Rhetorik machte er an der Hamburger Medienakademie. Für die Dokumentation „Die Norm“ begleitete Lennart Spitzensportler auf dem Weg zu den Olympischen Spielen. Er selbst fährt gern Rennrad – zum Mediencampus Finkenau aber kann er von zu Hause aus zu Fuß gehen. Kürzel: la