UKE erprobt Online-Therapie für psychisch Kranke

Schnelle Hilfe

Online-Therapie findet in Zukunft am Laptop statt.
Gespräche mit dem Therapeuten oder der Therapeutin könnten in Zukunft online stattfinden. Bild: pixabay.com

In Deutschland gibt es zu wenig Therapieplätze für psychisch Erkrankte. Wer Hilfe braucht, muss oft lange warten. WissenschaftlerInnen des Uniklinikums Eppendorf wollen das durch eine Online-Therapie ändern.

WissenschaftlerInnen des Hamburger Universitätsklinikums Eppendorf (UKE) haben das digitale Versorgungsmodell „Recover“ entwickelt. Sie wollen damit Menschen mit psychischen Erkrankungen und ihren Angehörigen helfen, schneller eine Therapie zu erhalten. Sie sollen online besser, effizienter und kostengünstiger versorgt werden. Gedacht ist es unter anderem für Sucht- oder Depressionskranke. Das Programm soll nun in einer Studie auf seine Wirksamkeit hin untersucht werden.

Die Studie läuft ein Jahr lang. Die Hälfte der 1070 TeilnehmerInnen erhält Beratung und Therapie über das Online-Programm, die andere eine herkömmliche Therapie. Dadurch erproben die WissenschaftlerInnen Vor- und Nachteile des Modells. Die bisher vorliegenden Studienergebnisse sind laut Studienleiter Prof. Martin Lambert positiv.

Online-Therapie bald bundesweit?

Das Hamburger Modell könnte nach der Testphase bundesweit angeboten werden. Den Wissenschaftlern der Studie zufolge leiden rund 15 Millionen Menschen in Deutschland unter einer psychischen Erkrankung. In Deutschland fehlt es jedoch an Therapieplätzen,  geht aus einem Bericht der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hervor. Nur 40 Prozent der Betroffenen erhalten eine Therapie und das oft erst nach monatelangem Warten auf ein Erstgespräch.

An dem Projekt teilnehmen kann jeder Hamburger und jede Hamburgerin über 16 Jahre. Voraussetzung ist, dass sie oder er über ausreichende Deutschsprachkenntnisse verfügt und bei einer der folgenden Krankenkassen versichert ist: BARMER GEK, AOK Rheinland/Hamburg, DAK Gesundheit oder der Hanseatischen Krankenkasse.

meld/dpa

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Melina Deschke, geboren 1992, kommt aus dem Pott. In Hamburg hat sie sich schon 2013 verliebt, während einer Hospitanz bei der Gaming-Sendung „Reload“, die vom ARD-Digitalkanal „Einsplus“ ausgestrahlt wurde. Dort sammelte sie ihre ersten Erfahrungen im Videoschnitt. Bereits zuvor spielte sie bei einem Praktikum in der Redaktion von „Vorzocker“ beruflich Videospiele. In Düsseldorf studierte sie Kommunikationsdesign und fand heraus, dass sie lieber kommuniziert als designt. Für den Hochschulsender „Paradise Park“ berichtete sie von Kunst- und Kulturveranstaltungen. Im Falle einer Zombie-Apokalypse wird Melina zu den wenigen Überlebenden gehören: Für ihre Bachelorarbeit schaute sie mehr als 100 Zombie-Filme. Kürzel: meld