Der Äthiopier Tadu Abate gewann am Sonntag knapp den 34. Haspa Marathon. Das Rennen zog weniger Menschen als im Vorjahr an, dennoch blieb es bis zuletzt spannend.

Das war knapp: Beim 34. Haspa Marathon 2019 überholte der Äthiopier Tadu Abate erst kurz vor der Ziellinie seinen Landsmann Ayele Abshero und lief nach 2:08:25 Stunden als Gewinner ein. Bei den Frauen setzte sich Dibabe Kuma aus Äthiopien durch. Die Bestzeit von 2:05:30 Stunden aus dem Jahr 2013 schlug niemand. Bei Regen und Kälte starteten am vergangenen Sonntag rund 10.500 Läuferinnen und Läufer. Im Vorfeld gab es 13.900 Anmeldungen.

Bester deutsche Läufer stammt aus Magdeburg

„Ich bin einfach nur überglücklich“, sagte Tadu Abate über seinen Sieg. Er erhielt ein Preisgeld von 25.000 Euro. Schon 2018 war Abate Zweiter geworden. Bei den Frauen erreichte Dibabe Kuma mit 2:24:41 Stunden den ersten Platz. Die Läuferin aus Äthiopien war 80 Sekunden schneller als ihre Konkurrentin und schlug damit die Kenianerin Magdalyna Masai.

Bester deutscher Läufer wurde Frank Schauer aus Magdeburg mit Platz 26. Thea Heim aus München erreichte bei ihrem Marathon-Debüt nach 2:36:10 Stunden den 15. Platz und wurde beste deutsche Läuferin.

Ein Rennen bei Schietwetter und Kälte

Die Läuferinnen und Läufer legten die 42,195 Kilometer im Regen und bei einer Temperatur von acht Grad Celsius zurück. Für Organisationschef Frank Thaleiser war es trotzdem „das spannendste Rennen seit vielen Jahren“. Dass es ein taktisches Rennen war und keine neue Bestzeit gab, habe am am Wetter gelegen, sagte Thaleiser.

Von den rund 13.900 angemeldeten Teilnehmerinnen und Teilnehmern starteten am Sonntag knapp 10.500. Begleitet wurden sie dabei von geschätzt 300.000 Zuschauerinnen und Zuschauern an der Strecke. Im Vorjahr standen etwa 500.000 Menschen an der Laufstrecke.

Freuen konnten sich Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch über eine geänderte Strecke. 2019 war sie flacher und so konzipiert, dass an einigen Stellen mehr Menschen die Läufer und Läuferinnen anfeuern konnten.

Wer die Bestzeit im nächsten Jahr knacken will, kann sich schon jetzt für den Haspa Marathon 2020 anmelden.

dpa/sis

Titelfoto: Daniel Reinhardt/dpa 

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Simon Schröder, Jahrgang 1992, fehlt als Schönwetter-Surfer nur eines an seiner geliebten Heimatstadt: Dauersonne. Deshalb entflieht er jeden Sommer Hamburgs Schmuddelwetter und arbeitet als Wellenreitlehrer an der französischen Atlantikküste. Sein Studium der Kulturwissenschaften in Lüneburg war ihm zu theoretisch. Praktische Arbeit fand er nach seinem Abschluss bei den Online-Magazinen "Zeitjung" und "Bento". Mit seinem Gespür für Menschen interviewte er Pornoproduzenten, Freier und Lehrer. Wenn er es an seinem Schreibtisch nicht mehr aushielt, kochte er im Nil und Salt & Silver. Für seine zwei Mitbewohner macht er noch heute seine raffinierte Bolognese. Geheimzutat: Schokolade. Das würde er aber nie jemandem verraten. Kürzel: sis