Alternatives Leben

Renaissance des Landlebens: das Urbane Dorf

Auf dem Land in nachhaltiger, vertrauter Gemeinschaft leben und dennoch die Nähe der Stadt genießen. Eine Gruppe aus Buxtehude will das mit einem alternativen Lebensentwurf möglich machen. Ihre Idee: ein Urbanes Dorf.

Fehlende Infrastruktur, langsames Internet, schlechte medizinische Versorgung. Faktoren, die das Leben auf dem Land für viele undenkbar machen. Die Vorteile der Stadt nutzen und dennoch in nachhaltiger, vertrauter Gemeinschaft leben? Britta Wacker und Joachim Piepenbrock wollen das möglich machen. Sie sind die Initiatoren des Projekts Urbanes Dorf Buxtehude.

Im Buxtehuder Stadtteil Immenbeck planen sie gemeinsam mit einer Gruppe von aktuell 15 Mitgliedern den Bau eines eignenen Dorfs. Sie wollen eigene, solidarische Landwirtschaft betreiben und sogar Jobs entstehen lassen. Das Zusammenleben der BewohnerInnen bis zu 100 sollen es werden soll familiär sein, aber nicht die Intimität einer Kommune haben.

Das Projekt basiert unter anderem auf Ideen von Professor Ralf Otterpohl. Er leitet das Insitut für Abwasserwirtschaft und Gewässerschutz an der TU Hamburg und betreut seit vielen Jahren Projekte, die nachhaltige Landwirtschaft fördern.

Die FINK.HAMBURG-Redakteure Dustin Balsing und Nikolas Baumgartner haben sich mit Britta Wacker, Joachim Pipenbrock und Prof. Otterpohl getroffen, um mehr über das Urbane Dorf Buxtehude zu erfahren.

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Dustin Balsing, geboren 1993, verwandelte als Kapitän seiner Tennismannschaft gleich zweimal den alles entscheidenden Matchball zum Aufstieg. Auch sonst ist er sportbegeistert. Neben Tennis und Basketball gilt seine größte Leidenschaft dem Fußball. Für sein Studium der Publizistik ging er als Numerus-Clausus-Flüchtling von Würzburg nach Wien. Dort schrieb der gebürtige Kölner und Hertha-Fan Beiträge und Moderationstexte für einen Nachrichtensender und arbeitete über ein Jahr als Online-Redakteur beim Sportportal “Laola1”. Wien ist für ihn wie ein riesiges Museum, nicht nur die Stadt, sondern auch der Dialekt machen ihm Spaß. Kölsch, Schwäbisch, Sächsisch, Berliner Schnauze: Dustin spricht zwar nicht jede Sprache, aber dafür so gut wie jeden Dialekt. Bald schnackt er auch wie ein Hamburger Jung. Kürzel: dub
Nikolas Baumgartner, Jahrgang 1993, ist ein Draufgänger. Selbst mit wütenden Büffeln hat er sich in Kalifornien bereits gemessen. Schon früh zog es ihn in die Welt: Nach dem Abitur tauschte er die Weinregion Hohenlohe für ein halbes Jahr gegen Australiens Ostküste. Seine GoPro-Aufnahmen von Kängurus oder Koalas inspirierten ihn zu einem Auslandssemester an der Universität in Long Beach, Steven Spielbergs Alma Mater. Die Sauna ersetzt die kalifornische Sonne in seiner Wahlheimat Hamburg, wo er nach seinem Medientechnik-Studium als Fotograf, Videoproduzent und Veranstaltungstechniker tätig ist. Gerne besucht er Musik- und Kulturveranstaltungen oder organisiert sein eigenes Open Air auf der Veddel. Er baut selbst Gemüse an und unterstützt mit seinem Verein "damnit e.V." Fairtrade. Kürzel: nik