Flugzeug fliegt durch den Himmel.
Die Flugzeuge fliegen derzeit wieder tief über den Osten der Hamburger Innenstadt. Foto: Pixabay

Seit Tagen fliegen im Hamburger Osten wieder die Flugzeuge tief. Wieso ist das so? Und wann ist Schluss mit dem Fluglärm?

Wer schon etwas länger in den Hamburger Stadtteilen Barmbek, Winterhude und Uhlenhorst lebt, kennt es bereits: Die Flugzeuge fliegen im Osten Hamburgs zurzeit wieder ungewöhnlich tief, dröhnender Fluglärm inklusive.

Wieso fliegen Flugzeuge über den Osten Hamburgs?

Um einen sicheren Flugbetrieb gewährleisten zu können, müssen Start- und Landebahnen regelmäßig gewartet und Instand gehalten werden. Dazu gehören beispielsweise die Beseitigung von Gummiabrieb an den Aufsetzpunkten, aber auch Beton- und Asphaltarbeiten.

Um den Flugbetrieb so wenig wie möglich einzuschränken, geschieht dies einzeln. Derzeit wird die Strecke in Niendorf/Langenhorn erneuert. In dieser Zeit wird der gesamte Flugverkehr über die Bahn Norderstedt/Alsterdorf abgewickelt, wodurch es zu mehr Flugverkehr über der Stadt kommt.

Ein Ende ist allerdings bald in Sicht: Die Pistensperrung dauert bis zum 22. Mai um 23 Uhr. Normalerweise fliegen über Barmbek, Uhlenhorst und Winterhude nur circa ein Prozent der Flugzeuge. Anwohner*innen sind somit im Alltag nur wenig vom Fluglärm betroffen.

Wo finde ich aktuelle Informationen zu den Arbeiten?

Auf einer Übersichtsseite des Hamburger Flughafens finden sich aktuelle Informationen zu den jährlichen Instandhaltungsarbeiten. Hier kann man sich auch für einen Whatsapp-Service anmelden, der die Nutzer*innen informiert, sobald die Termine für die Arbeiten des nächsten Jahres feststehen.

isu

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Isabel Surges, Jahrgang 1994, ist bilingual aufgewachsen. Von ihrem Vater hat sie nicht nur die spanische Sprache gelernt, sondern auch ihren venezolanischen Zweitnamen bekommen: Yahaira. In Venezuela war sie zwar noch nicht, dafür allerdings mit dem Rucksack in Australien und für ein Semester in Málaga. Einen Kulturschock erlebte die gebürtige Düsseldorferin aber erst durch ihren Umzug nach Köln. Dort studierte sie Medienkulturwissenschaften sowie Germanistik und experimentierte mit neuen Formatideen im Innovationslabor der Filmproduktionsfirma Ufa. Auf deren Partys spielte sie unter anderem mit Joe Gerner Tischtennis. Als Community Managerin in den Kommentarspalten des WDR lernte sie auch die raueren Seiten des digitalen Diskurses kennen. Zuletzt schrieb sie für die Kulturredaktion der Deutschen Welle – oder wie Yahaira sagen würde: La ola alemana. Kürzel: isu

2 KOMMENTARE

  1. Bei Ihrer ausführlichen Info über den aktuellen Fluglärm im “Osten” entsteht der Eindruck, dass der Fluglärm dort jetzt zwar quälend aber nur kurzfristig und bald vorbei sein wird. So wahr, so gut. Wir leben hier aber nicht mehr auf dem Dorf sondern in einer Großstadt und sollten wissen, dass, wenn der Fluglärm die Innenstadt, den “Osten” bald wieder verschont, dass er dann wieder täglich täglich von morgens bis spät in die späte Nacht auf andere nieder geht, verwandte, befreundete, benachbarte Hamburger und Hamburgerinnen, Wähler, Berufstätige, Kinder, Kranke, Alte mehr oder weniger heftig zu schaffen macht – das blenden Sie aus bzw. das wird sorgfältig totgeschwiegen.

    Dass der Hamburger Senat plant, diesen unsäglichen Luftverkehr inmitten der Stadt weiter auszubauen und damit eine Verstärkung der Probleme von Lärm und Luftverschmutzung sowie Klima auf Kosten der Anwohner billigend in Kauf nimmt, dürfte nun wirklich nicht zu Lasten von “nur” einigen Stadtteilen gehen.
    Es ist ein Problem der gesamten Stadt bzw. deren Einwohner, ob im Osten, Süden oder sonstwo, wo man nicht betroffen ist. Wir vermissen hier eine Einstellung mit umfassenderen Blick, Solidarität, zumindest aber Empathie mit den sonst täglich mit diesem sehr erheblichen Umweltproblem belasteten Menschen in derselben Stadt, den sonst eher wenig gepflegten Gemeinsinn.

    • Sehr geehrte Frau Hartl-Sorkin,

      vielen Dank für Ihren Kommentar. Wir haben über den Fluglärm in Barmbek, Uhlenhorst und Winterhude berichtet, da dieser hier eher ungewöhnlich ist. Dies bedeutet selbstverständlich nicht, dass er sonst anderswo nicht stattfindet und entsprechend keine Belastung für die dortigen BewohnerInnen darstellt.

      Mit freundlichen Grüßen
      die FINK.HAMBURG-Redaktion

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