Auf der Digital-Konferenz Online Marketing Rockstars wurde erstmals der Future Hamburg Award für aufstrebende Start-ups verliehen. Die Hamburger Firma Ligno Pure ergatterte Platz zwei. 

Am 7. und 8. Mai tobten die Online Marketing Rockstars (OMR) in Hamburgs Messehallen. Es war ein Festival bei dem internationale Stars des Online-Marketings zusammenkamen und Workshops und Konzerte anboten. Dort wurde außerdem erstmals der Future Hamburg Award von Hamburg Marketing und Hamburg Invest verliehen.

Das Hamburger Start-up Ligno Pure landete auf Platz zwei. Lignin kommt normalerweise in Stroh und Holz vor: Ligno Pure stellt reines biobasiertes Lignin her, das ölbasierte Materialien ersetzen soll.

Gegenüber FINK.HAMBURG erklärte Joana Gil, CEO von Ligno Pure: Bisher habe das Start-up sein reines Lignin in Duschgel getestet. Darüber hinaus solle es aber auch in Tabletten, in Nahrungsergänzungsmitteln und in anderen Kosmetikartikeln verwendet werden. Weltweit sei der Herstellungsprozess von Ligno Pure bisher einzigartig, deshalb habe das Unternehmen bereits ein Patent für Prozess und Produkte eingereicht.

Die Geschäftsidee hatte Joana Gil schon zu Beginn ihres Bachelors vor 10 Jahren. Seit einem Jahr besteht Ligno Pure aber aus vier Teammitgliedern. Sie alle promovieren zur Zeit an der Technischen Universität Hamburg (TUHH). Die TUHH unterstützt das Start-up zwar nicht finanziell, jedoch sind die Professoren eine fachliche Hilfe.

Derzeit gäbe es laut Gil mehr als zehn potentielle Großkunden auf der Welt. In Sachen Klebestreifen arbeite Lignin Pure bereits mit Beiersdorfs Tochter Tesa an einem Lignin-Prototypen.

Unterstützungsprogramm viel besser als Geld

Alle Gewinner des Future Hamburg Awards erhalten die Möglichkeit an einem für sie maßgeschneiderten Unterstützungsprogramm “Start me up in Hamburg” teilzunehmen. Die Sieger erhalten außerdem Business-Coachings, Pitch-Trainings, Networking-Events und bis zu sechs Monate kostenlose Coworking-Plätze in Hamburg. “Wir finden die Unterstützung von einem so großen Netzwerk viel besser als Geld. In den letzten drei Tagen haben wir auf den OMRs sehr viele Kontakte knüpfen können, die uns helfen möchten”, sagte Joana Gil.

Das portugiesische Unternehmen, Heptasense, erhielt den ersten Preis. Es hat eine Software für Überwachungskameras entwickelt, die verdächtige und kriminelle Verhaltensweisen erkennt und dabei ohne Gesichtserkennung auskommt. Das drittplatzierte Start-up Humanising Autonomy aus London stellt eine Software bereit, die in selbstfahrenden Fahrzeugen das Verhalten von Passanten sicherer vorhersagen soll.

lab/dpa

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