Der neue Online-Bürgerservice soll den Behördengang vereinfachen. Foto: Unsplash

Ab sofort können Hamburger*innen Fragen unabhängig von den Öffnungszeiten der Behörden an einen Chatbot richten. Das Programm informiert über Öffnungszeiten oder auch über die Kosten für einen Personalausweis.

Warteschleife war gestern: Ab sofort können Nutzer*innen ihre Fragen unabhängig von den Öffnungszeiten der Behörden an einen digitalen Chatbot richten. Der Testbetrieb startete vergangenes Wochenende. Mithilfe künstlicher Intelligenz antwortet das automatische Computersystem. Zu erreichen ist die Beta-Version des Online-Bürgerservice über die Webseite der Stadt Hamburg.

Die Technische Universität Berlin und das Distributed Artificial Intelligence Laboratory (DAI Labor) entwickeln „Frag den Michel“ im Rahmen eines Forschungsprojektes zum Thema künstlicher Intelligenz. Technisch greift das System auf die Datenbank des Hamburgservice zu. Können Fragen anhand der Wissenspools nicht beantwortet werden, bittet das Programm um eine Umformulierung der Frage oder schickt weiterführende Links. Zukünftig soll Michel seine Antworten auch sprechen können.

Michel muss noch lernen

Im FINK.HAMBURG-Test schnitt die Beta-Version mittelmäßig ab. Einige Fragen konnten gar nicht oder nur sehr vage beantwortet werden. In vielen Fällen kommt man um ein persönliches Gespräch mit Mitarbeiter*innen nicht drumrum. Zumindest jetzt noch: „Je mehr Personen mit ‚Frag den Michel‘ in den Dialog treten, desto besser wird die Qualität der Auskünfte“, sagt Christian Pfromm, Chief Digital Officer (CDO) der Freien und Hansestadt Hamburg.

Ein weiterer Service der Stadt Hamburg ist der Melde-Michel. Über ihn kann man Schäden der Infrastruktur im Stadtgebiet melden. Kaputte Straßen, defekte Laternen oder vernachlässigte Spielplätze: Die eingehenden Meldungen werden an die zuständigen Behörden weitergeleitet. Außerdem kann man den aktuellen Bearbeitungsstand abfragen.

lr

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