Wie weit kann Mutterliebe gehen?

Filmkritik "Pelikanblut"

Eine Mutter, die für ihr Adoptivkind alle Grenzen überschreitet: Ab dem 23. April läuft das Drama „Pelikanblut“ in den deutschen Kinos. FINK.HAMBURG hat den Film vorab gesehen und besprochen. 

Die Pferdetrainerin Wiebke, gespielt von Nina Hoss, ist alleinerziehende Mutter einer Adoptivtocher. Nach jahrelangem Warten, adoptiert sie außerdem die fünfjährige Raya (Katerina Lipovska) aus Bulgarien. Das Familienglück scheint vollkommen, doch schnell wird aus der schüchternen Raya eine aufbrausendes aggressives Kind und damit eine Herausforderung für ihre Umwelt. In der antiken Mythologie füttert die Pelikanmutter ihre Kinder mit dem eigenen Blut, wenn sie zu verhungern drohen. Gegen den Rat von Ärzten und Freunden hält Wiebke zu dem Problemkind und wird mehr und mehr zur Pelikanmutter.

Im Rahmen des Filmfests Hamburg 2019 durfte FINK.HAMBURG den zweiten Film von Regisseurin Katrin Gebbe schon vor Kinostart sehen. Im anschließenden Gespräch besprechen Isa, Lissy und Lisa, welche der Protagonisten*innen wirklich die wahnhaften Züge annimmt und ob es sich bei „Pelikanblut“ eher um ein Familiendrama oder ein Western-Horror handelt.