Ein Arzt mit Klemmbrett.
Tablet statt Klemmbrett? Das wird ab 2021 wohl ein normales Bild in Krankenhäusern. Foto: Pixabay

Ab 2021 sollen bundesweit Diagnosen, Röntgenbilder und Rezepte digital erfasst werden und in die elektronische Krankenakte eingehen. Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks startet für Hamburg eine eigene Initiative.

„Hamburg Health Harbour“ (H3) soll die neue Initiative der Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks heißen und die Digitalisierung im Gesundheitswesen in Hamburg vorantreiben. Geplant sind eine Handy-App für Eltern, mehr IT-Sicherheit in Krankenhäusern, die Entlastung des Pflegepersonals von Bürokratieaufgaben und die vereinfachte Abrechnung von Pflegeleistungen. Aktuell werden 40 Prozent der Arbeitszeit des Pflegepersonals für Verwaltungsaufgaben genutzt. Zusätzlich wird es auch Schulungen für Patient*innen für den richtigen Umgang mit ihrer digitalen Akte geben.

Die Handy-App soll Eltern an Impftermine und Kinderuntersuchungen erinnern. Nach einer Umfrage im Auftrag der Asklepios-Kliniken möchten fast alle der 200 befragten Ärzt*innen mehr Zeit mit Patient*innen und dafür weniger am Schreibtisch verbringen. Die IT-Strategie soll vom Krankenhausstrukturfond mit 25 Millionen Euro und von der Europäischen Union mit vier Millionen Euro finanziert werden.

Laut Jens Spahn, Bundesminister für Gesundheit, ist die elektronische Krankenakte bis 2021 freiwillig, dann wird sie bundesweit eingeführt. Sie kann zukünftig in Notfällen hilfreich sein, um wichtige Informationen schneller abzurufen. Die H3-Intitiative soll das Bundesgesetz ergänzen, betonte Pressesprecher Dennis Krämer gegenüber FINK.HAMBURG.

Die Kliniken sind ausgelastet

Nach einem Bericht der „Welt“ hat jedes zehnte Krankenhaus in Hamburg zu wenig Personal. Mittlerweile gibt es in bestimmten Abteilungen Pflegepersonaluntergrenzen: So dürfen auf der Intensivstation tagsüber nur 2,5 Patient*innen auf eine Pflegekraft kommen.

Titelbild: Pixabay

lr/ovö/dpa