Zwei Feuerwehrleute stehen vor dem UKE in Hamburg.
Einsatzkräfte der Feuerwehr vor der psychiatrischen Station im UKE - dort hat es am Mittwochabend gebrannt. Foto: Michael Arning / Blickpunkt

Im Universitätsklinikum Eppendorf hat es am Mittwochabend in der geschlossenen Psychiatrie gebrannt. Dabei wurden vier Menschen verletzt. Die Polizei geht von Brandstiftung aus.

Wohl aus Frust soll ein 38 Jahre alter Mann am Mittwochabend seine Bettdecke in der geschlossenen Psychiatrie im Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) angezündet haben. Bei dem Brand wurden vier Menschen verletzt. Wegen der zunächst unklaren Lage waren rund 120 Einsatzkräfte im Einsatz.

Durch das Feuer im Erdgeschoss entwickelte sich starker Rauch auf der gesamten psychiatrischen Station. Die Feuerwehr musste mit Äxten einige Fenster einschlagen. “Um hier Zutritt zu erhalten, wurde Hand in Hand mit dem Klinikpersonal gearbeitet, da es sich bei der Station um einen geschlossenen Bereich handelt, der nicht ohne Schließberechtigung betreten werden kann“, sagte Feuerwehrsprecher Jan Ole Unger dem “Hamburger Abendblatt”.

Mutmaßlicher Brandstifter wurde festgenommen

Einige Patienten hatten selbst versucht, die Scheiben zu öffnen. Dies gelang ihnen jedoch wegen der besonderen Sicherheitsvorkehrungen auf der Station nicht. Zwei Männer und zwei Frauen zogen sich Rauchgasvergiftungen zu. Eine Patientin verletzte sich durch Glassplitter, eine weitere erlitt einen Krampfanfall. 22 Patienten wurden von den Einsatzkräften betreut, das Gebäude nach dem Löschen gelüftet. Der Einsatz dauerte über drei Stunden.

Der mutmaßliche Brandstifter wurde vorläufig festgenommen und in eine andere Psychiatrie in Hamburg verlegt. Die Polizei ermittelt.

sju/dpa

Titelfoto: Michael Arning/Blickpunkt

Sandra Jütte, Jahrgang 1985, hat schon beim Imperium gearbeitet. Aber keine Sorge: In diesem Fall ist das eine Schauspielagentur in Berlin. Für ihr Studium der Wirtschaftskommunikation zog sie von Niedersachsen in die Bundeshauptstadt, bevor sie für ein Reisemagazin die Straßen Kapstadts erkundete. Dem Lokaljournalismus blieb sie während ihres Volontariats bei der "Märkischen Oderzeitung" in Brandenburg treu. Die Themen waren dort sogar spannender: Sandra schrieb unter anderem über einen entführten Dackel, den Sexshop im 5000-Seelen-Dorf und dreifachen Mord. In ihrer Zukunft sieht sie sich im Online- oder Fernsehjournalismus, denn sie will mehr als nur Print. Schokolade zum Beispiel.
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