Beachvolleyball-Vizemeister Julius Thole und Clemens Wickler mit ihren Silbermedaillen, im Hintergrund feiernde Fans
Beachvolleyball-Vizemeister Julius Thole und Clemens Wickler mit ihren Silbermedaillen. Foto: Christian Charisius/dpa

Am  Sonntag verpasste Julius Thole (22) und Clemens Wickler (24) im WM-Finale gegen Russland knapp die Sensation. Erst seit zwei Jahre sind die Vizemeister ein Volleyball-Team. 12.000 Zuschauer  waren am Rothenbaum vor Ort.

Das deutsche Duo Thole (22) und Clemens Wickler (24) gewann am Sonntag bei der Beachvolleyball-WM am Rothenbaum die Silbermedaille. Das Team zeigte eine starke Leistung und konnte den ersten Satz für sich entscheiden. Im zweiten und dritten Satz waren die Russen Wjatscheslaw Krasilnikow und Oleg Stojanowski jedoch überlegen. Thole und Wickler machten zu viele Fehler und kamen zu selten mit den Angriffen durch. Zudem musste Blocker Thole im entscheidenden Durchgang am Nacken behandelt werden. Das russische Team sicherte sich den ersten Startplatz bei den Olympischen Spielen 2020 in Tokio.

Außergewöhnliche Fankultur

Die Zuschauer feierten Thole und Wickler trotz der Niederlage am Rothenbaum minutenlang. „Was ihr in den letzten zehn Tagen für uns und die anderen deutschen Teams veranstaltet habt, war der Wahnsinn“, sagte Wickler zu den feiernden Fans: „Ohne euch wären wir nicht so weit gekommen.“

2017 hatte der Deutsche Volleyball-Verband Thole und Wickler als Mannschaft zusammengebracht. Mit insgesamt 162 Punkten ist Thole der Top-Scorer der WM. Der zweite Platz beschert Deutschland im Sandvolleyball die insgesamt siebte WM-Medaille.

Damen scheiden im Achtelfinale aus

Das letzte verbleibende deutsche Damenteam scheiterte bereits im Achtelfinale gegen die Brasilianerinnen Bárbara Seixas und Fernanda Berti Alves. Die Stuttgarterinnen Karla Borger und Julia Sude konnten ebenfalls den ersten Satz für sich entscheiden, ließen dann jedoch an Leistung nach.

Ruhe nach dem Sturm

Nach der WM wird das Hamburger Beachvolleyball-Nationalteam zunächst eine Wettkampfpause einlegen. Der geplante Start beim Welttour-Turnier in Gstaad in der Schweiz wurde abgesagt. Grund hierfür sind laut Manager Marc Stöckel leichte Kreislaufprobleme von Julius Thole im WM-Finale. Die nächsten Spiele sind dann am 17. Juli beim Vier-Sterne-Turnier im portugiesischen Espinho geplant.

Trotz enormer Erfolge in kürzester Zeit bleiben Thole und Wickler auf dem Boden:“Abheben werden wir garantiert nicht. Ich hole Julius auf den Teppich zurück und er mich“, sagt Wickler.

jag/dpa

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Jannik Golek, geboren 1994 in Altona, backt Pizza, die sogar Otto Waalkes schmeckt. Der Hamburger mit kroatischen Wurzeln ist nachtaktiv und morgens passiv, was er durch mindestens fünf Becher Kaffee ausgleicht. Überschüssige Energie baute er bei waghalsigen Bungeesprüngen im australischen Regenwald ab. In Hamburg nutzt er sie für Headbanging im Proberaum seiner Metalcore-Band “Call me home”. Nach dem Studium des Bibliotheks- und Informationsmanagements ist er als Frontend-Entwickler in einer Musikagentur tätig. Für diese hat er eine Website für die DJ-Szene umgesetzt und sich um deren Usability gekümmert. In der KFZ-Werkstatt seines Vaters schraubte er schon als Jugendlicher, seitdem ist er fasziniert von allem, was Motoren und Räder besitzt. Wenn sich das Hamburger Schietwetter erbarmt, ist er auf einem seiner beiden Motorräder unterwegs. Kürzel: jag

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