Kapp 1000 Menschen demonstrierten in Hamburg am Donnerstag erneut gegen die türkische Offensive in Syrien. Bereits am Mittwoch hatte es eine Protestaktion im Schanzenviertel gegeben. 

Etwa 950 Menschen haben am Donnerstag erneut gegen die türkische Offensive im Nordosten Syriens demonstriert. Die Demonstrant*innen versammelten sich am Abend am Hauptbahnhof, wie die Polizei bestätigte. Über den Jungfernstieg zogen sie in Richtung Dammtor über den Mittelweg vor das türkische Konsulat. Die Polizei sprach am Abend von einem „störungsfreien“ Ablauf.

Bereits am Mittwoch hatten sich etwa 400 Personen versammelt. Sie zogen durch das Schanzenviertel, um gegen die am selben Tag gestartete Militäroffensive zu protestieren. Auch in den kommenden Tagen wollen Kurden in Hamburg weiter auf die Straße gehen, um gegen den Einsatz zu demonstrieren.

Cansu Özdemir ruft zu Protesten auf

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte zuvor die Militäroffensive im Nordosten Syriens verkündet. Sie richtet sich gegen die kurdische YPG-Miliz. Sie wird von der Türkei als Terrororganisation angesehen. Deutschland und fünf weitere EU-Länder haben bei den Vereinten Nationen erneut ein Ende der Offensive in Syrien gefordert.

Die Co-Vorsitzende der Fraktion der Linken in der Hamburgischen Bügerschaft, Cansu Özdemir, hatte zu den Protesten aufgerufen: „Im Bündnis mit islamistischen Milizen bringt Präsident Erdogan Krieg über eine friedliche Region, die erst seit kurzem vom Terror des IS befreit ist. Das Leben von Hunderttausenden Menschen ist in Gefahr.“

Von der Bundesregierung fordert Özdemir ein sofortiges Ende aller Waffenlieferungen und Militärkooperationen mit der Türkei. Der „völkerrechtswidrige Angriffskrieg“ könne nur über internationalen Druck beendet werden.

lud / dpa

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Lukas Dose, 1995 in Plön geboren und dort aufgewachsen, ist Nordlicht durch und durch. Auch ein kurzes Intermezzo in Salzgitter für seinen Bachelor in Medienmanagement konnte das nicht ändern – Hamburg sollte es sein. Bei einem Praktikum in der Social-Media-Agentur Elbkind rückte er unter anderem Müsliriegel für Fotoshootings ins rechte Licht. Mit seinen knapp zwei Metern ist er der Größte im FINK-Newsroom. Die geringe Beinfreiheit im Flugzeug hält ihn aber nicht davon ab, die Welt zu entdecken: Die Vereinigten Arabischen Emirate, USA und Skandinavien hat er unter anderem schon bereist. In Schweden faszinierte ihn die fortgeschrittene Digitalisierung. Bargeldloses Bezahlen, schnelles Internet, Wlan überall – gute Argumente, um nach dem Master vielleicht noch weiter in den Norden zu ziehen. Kürzel: lud

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