Hamburgs Strom ist braun: 2018 machte allein die Stromerzeugung aus Kohle 84 Prozent aus. Der Anteil erneuerbarer Energien stieg zwar an, bleibt aber gemessen an der Gesamterzeugung gering.

Wie das Statistikamt Nord mitteilt, wurde 2018 mit 10,4 Millionen Megawattstunden (MWh) der meiste Strom in Hamburg aus fossilen Energieträgern erzeugt. Die gewonnene Energie aus Kohle, Mineralöl und Erdgas macht einen Anteil von 93,5 Prozent aus. Lediglich 5,6 Prozent der gesamten Stromerzeugung stammt aus erneuerbaren Energien. Gegenüber dem Vorjahr sei dies jedoch eine Steigerung von gut 17 Prozent, so das Statistikamt Nord.

Rund ein Drittel davon stammt aus der Windenergie, gefolgt von Biomasse mit einem Anteil von einem Viertel. Die Stromerzeugung aus Klärschlamm und die Stromausspeisung aus Batteriespeichern wurden erstmalig erfasst.

Die gesamte Hamburger Stromerzeugung hat im Jahr 2018 zugenommen und stieg auf 11,1 Millionen MWh, das sind rund 1,5 Prozent mehr als im Vorjahr.

Verbrauch nicht gleich Erzeugung

Eine direkte Beziehung zwischen Stromerzeugung und -verbrauch in einer Region ließe sich jedoch nicht herstellen, so Hendrik Tietje vom Statistikamt Nord gegenüber FINK.HAMBURG. „Hamburg selbst verbraucht auch mehr Strom, als in Hamburg selbst produziert wird.“

isu

Titelfoto: Pixabay/S. Hermann, F. Richter

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Isabel Surges, Jahrgang 1994, ist bilingual aufgewachsen. Von ihrem Vater hat sie nicht nur die spanische Sprache gelernt, sondern auch ihren venezolanischen Zweitnamen bekommen: Yahaira. In Venezuela war sie zwar noch nicht, dafür allerdings mit dem Rucksack in Australien und für ein Semester in Málaga. Einen Kulturschock erlebte die gebürtige Düsseldorferin aber erst durch ihren Umzug nach Köln. Dort studierte sie Medienkulturwissenschaften sowie Germanistik und experimentierte mit neuen Formatideen im Innovationslabor der Filmproduktionsfirma Ufa. Auf deren Partys spielte sie unter anderem mit Joe Gerner Tischtennis. Als Community Managerin in den Kommentarspalten des WDR lernte sie auch die raueren Seiten des digitalen Diskurses kennen. Zuletzt schrieb sie für die Kulturredaktion der Deutschen Welle – oder wie Yahaira sagen würde: La ola alemana. Kürzel: isu