In der Autodisco tanzen, Binge Watching beim digitalen Filmfest oder Biertasting mit ausschließlich weiblichen Gastgebern: Trotz Corona hält die lokale Kulturszene an Himmelfahrt alles für ein langes Wochenende bereit.

Bier-Tasting: Mit Frauen vorm Bildschirm trinken

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Foto: Unsplash

Dass Bier keine Männersache ist, beweisen am 21. Mai acht Expertinnen im Livestream von ONE Hamburg. Um 19 Uhr wird angezapft und die Kronkorken ploppen. Mit dabei ist unter anderem eine Biersommelière und eine Bierprojektmanagerin. Noch nie gehört? Wir auch nicht. Man kann vorab ein Verkostungspaket bestellen – aber auch ohne verspricht das ein lehrreicher Abend zu werden. Männer sind natürlich auch willkommen.

21. Mai, 19-21 Uhr


Party: Autofestival im Fun-Parc Trittau

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Bis die Hamburger Clubs wieder öffnen, müsst ihr euch leider noch gedulden. Eine ungewöhnliche Alternative sind momentan Autodiscos. Pünktlich zum Vatertagswochenende startet die erste in Norddeutschland. An fünf Abenden wird gefeiert mit LED Screens, Licht- und Lasershows, CO2-Kanonen und Konfettistreams vom 20. Mai bis 24. Mai auf dem Parkplatz des Fun-Parc Trittau.

Bis zu vier Personen aus zwei Haushalten dürfen dann pro Auto auf das Eventgelände, um zu feiern. Die passenden Getränke gibt’s durch die heruntergelassene Scheibe. Aussteigen darf überigens nur, wer auf die Toilette muss!

20.5-24.5, 21-24 Uhr


Tattoo-Ausstellung: “Christian Warlich auf St. Pauli“

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Vom Schausteller bis zur Hausfrau – Christian Warlich tätowierte in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts tausende Menschen. Seine Formsprache wurde von den landestypischen Tattoos asiatischer und amerikanischer Seemänner inspiriert. In der Ausstellung “Tattoo-Legenden: Christian Warlich auf St. Pauli” könnt ihr euch ein Bild von seiner Arbeit und der Hamburger Tattooszene des 20. Jahrhunderts machen. Allerdings nur noch wenige Tage – die Schau im Museum für Hamburgische Geschichte endet am 25. Mai.

bis zum 25.5, Mi-Fr 10-17 Uhr, Sa-So 10-18 Uhr


Online-Filmfest: Das DOK.fest @Home

Foto: DOK.fest

Wegen der Corona-Krise betritt das DOK.fest München in diesem Jahr eine neue Bühne: das Internet. Statt einmal die Bundesrepublik zu durchqueren, können sich filmbegeisterte Hamburger*innen jetzt mit einem Klick das erste deutsche Online-Dokumentarfilmfestival nach Hause holen. Die 121 Filme aus 42 Ländern thematisieren unter anderem den Nationalsozialismus, Donald Trumps mentale Verfassung oder die deutsche Swingerszene. Auch die Diskussionsrunden und Hintergrundwissen der Filmemacher*innen werden per Stream übertragen. Hier geht es zum Programm.

bis zum 24.5, Einzeltickets für 4,50 Euro, Festivalpass für 50 Euro


Fotografie-Ausstellung: „Gute Aussichten 2019/2020“

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Lust auf ungewohnte Blickwinkel? Wie viele andere Museen in Hamburg haben auch die Deichtorhallen ihre Pforten wieder geöffnet. Die neue Ausstellung, die mit der Wiedereröffnung des Museums am 7. Mai gestartet ist, thematisiert junge deutsche Fotografie. Der gleichnamige Wettbewerb kürt Nachwuchstalente. Im Rahmen von „Gute Aussichten 2019/2020“ werden die Werke der Preisträger*innen ausgestellt. Dabei liegt der Fokus auf Themen wie Identität, Krieg oder Naturkatastrophen. Die Schau ist noch bis zum 30. August im Haus der Photographie zu sehen.

bis 30. August, Di-So 11-18 Uhr


Beitragsbild: www.guteaussichten.org

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Mali Paede, Jahrgang 1993, streitet oft mit ihrem Vater über Feminismus-Themen. Zum Beispiel bei der gendergerechten Sprache sind die beiden völlig unterschiedlicher Meinung. Ansonsten hat sie von ihm aber auch durchaus wertvolle Dinge gelernt – etwa das Licht nicht unnötig lange brennen zu lassen und den Kühlschrank schnell wieder zu schließen. Die gebürtige Hamburgerin studierte Nachhaltigkeitshumanwissenschaften und Kulturwissenschaften in Lüneburg. Zurück in ihrer Heimatstadt interviewt sie für die Hamburg Kreativ Gesellschaft gerade am liebsten bildende Künstler, Theaterbetreiber und neulich auch den Inhaber eines Indieverlags. Ausgleich findet sie beim Vinyasa Yoga. Das hilft ihr auch, ihre Tollpatschigkeit in den Griff zu kriegen: Mali fällt oft etwas aus der Hand. Ihre Teetasse fängt sie mittlerweile schon wieder auf. Kürzel: maj
Wenn sie etwas sagt, hören Schauspieler*innen ganz genau zu: Linda Proske, Jahrgang 1995, rettet im Theaterverein regelmäßig als Souffleuse den Abend. Herausforderungen nimmt sie an: Eigentlich trainierte sie auf einen Halbmarathon, da waren die Startplätze allerdings vergeben. Daher lief sie gleich den Hamburger Marathon. Für ihren Bachelor in Kommunikationswissenschaft zog sie von Rostock an der schönen Ostsee quer durch Deutschland in den Kessel nach Stuttgart. Mit einem Praktikum bei ProSiebenSat.1 erfüllte sich für Linda ein Kindheitstraum. Dort textete sie für „Galileo“ die Werbetrailer. Im Studio traf sie Bully Herbig, der grüßte sie zwar nicht, Thore Schölermann aber schon. Zurück im Norden schrieb sie Werbetexte für Kühne, „die mit den Gewürzgurken“. Die Unterscheidung zwischen Salat- und Gewürzgurken ist ihr daher besonders wichtig. Ihr Lieblingsdrink ist naheliegend: Gin Tonic. Kürzel: lip
Bei einem Dreh schlug Profi-Boxer Axel Schulz die geballte Faust in ihre Kameralinse – während Sarah Seitz sie auf der Schulter trug. Trotzdem blieb sie der Medienbranche treu. In der Nähe von Winnenden in Baden-Württemberg wurde sie 1994 geboren, in Furtwangen im Schwarzwald studierte sie Online-Medien und arbeitete unter anderem für das Mitarbeiterfernsehen von Porsche in Stuttgart. 2018 zog Sarah nach Hamburg. Erste Großstadterfahrungen machte sie bei Spaziergängen mit Hund Siva im Park: „Hey“ flüstern nur Dealer, gegrüßt wird mit „Moin“. Sarah liebt Spinning zu Clubbeats und schlürft gerne Moscow Mule im Landgang auf St. Pauli. Auf die Entschuldigung von Axel Schulz wartet sie bis heute vergeblich. Kürzel: sas
Victoria Szabó, Jahrgang 1996, trägt gerne schwarz. Diese schlichte Eleganz entspricht ihrem Gefühl für Ästhetik und die spielt für sie als visueller Mensch eine große Rolle. Ihre Bachelorarbeit in Publizistik und Kommunikationswissenschaften schrieb sie über die Wirkung von Produktdesign auf Konsumierende. Ihre Leidenschaft für das Schöne lebte die gebürtige Österreicherin als Redakteurin für die Kulturzeitschrift „The Gap“ aus. Dort schrieb sie über Galerieeröffnungen und Fotografieausstellungen. Dass Kultur auch viel mit Nachhaltigkeit zu tun haben kann, entdeckte sie bei ihrer Arbeit für das Magazin „Biorama“, für das sie etwa einen Festivalguide über nachhaltige Festivals zusammenstellte, Tipps für Bio-Glitzer inklusive. Ein Praktikum bei den Wiener Linien führte sie weg vom Journalismus und hin zur PR. Sie plante den Instagram-Feed des städtischen Verkehrsbetriebs und betreute den Unternehmens-Blog mit. Ihr Vorhaben für den Neuanfang in Hamburg: Das Leben auf die Wiener Art genießen, flanieren und Spritzer trinken. Alsterwasser ist auch okay. Kürzel: vis

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