Drei Tage lag es im Hamburger Hafen, an diesem Mittwoch verließ das weltweit größte Containerschiff die Hansestadt. Zur Ausfahrt der HMM Algeciras versammelten sich zahlreiche Schaulustige entlang der Elbe. Für den Megafrachter geht es weiter nach Antwerpen.

Gegen 15 Uhr verließ die HMM Algeciras an diesem Mittwoch den Containerterminal Burchardkai, um ihre Jungfernreise nach Antwerpen fortzusetzen. Seit ihrer Ankunft am Sonntag wurden insgesamt 13.600 Container gelöscht und geladen.

Die Maße des Frachters sind beeindruckend: 400 Meter lang, 61 Meter breit und Platz für knapp 24.000 Standardcontainer – damit übertrifft die HMM Algeciras die bisherigen Rekordhalter der Reederei MSC. Auf dem Containerriesen arbeitet eine 23-köpfige Crew, einschließlich Kapitän.

Der Containerriese fuhr am Sonntag früher als geplant im Hamburger Hafen ein, dennoch hatten hunderte Zuschauer*innen das Spektakel am Elbufer verfolgt. Der 400 Meter lange Megafrachter wurde von zwei Schleppern ins Hafenbecken gebracht und dabei von Wasserfontänen empfangen.

Megafrachter trotz Corona auf Jungfernfahrt

„Wir freuen uns sehr, dass die HMM Algeciras inmitten der Corona-Krise ihre erste Reise nach Hamburg ohne Probleme absolvieren konnte. Gemeinsam haben alle Beteiligten in Hamburg dazu beigetragen, dieses außergewöhnlich große Schiff sicher und effizient abzufertigen“, sagt Jens Meier, CEO der Hamburg Port Authority. Die Corona-Krise betrifft auch die Reedereien. Die Transporte ihrer Liniendienste müssen an die Nachfrageschwankungen der jeweiligen Fahrtgebieten angepasst werden, so der Hamburger Hafen.

Die HMM Algeciras ist das erste Schiff einer zwölfköpfigen Flotte. Die außergewöhnlich großen Schiffe sollen zwischen Asien und Europa verkehren. Sie sind nach europäischen Hafenstädten benannt, eines soll HMM Hamburg heißen. Geplant ist, dass es im August die Hansestadt erreicht.

cis/dpa

Titelfoto: Hafen Hamburg/Dietmar Hasenpusch