Hamburg Wasser zieht Bilanz: Während der Corona-Pandemie wurde bisher mehr Wasser in der Stadt verbraucht als zuvor. Und die Nutzungszeiten zeigen: Für viele Hamburger beginnt der Tag gerade später als gewohnt.

Die Corona-Pandemie hat den Wasserverbrauch in der Stadt beeinflusst: Von Mitte März bis Ende Mai verbraucht jede*r Hamburger*in im Schnitt 3,1 Prozent mehr Leitungswasser pro Tag, das sind etwas mehr als drei Liter. Außerdem scheinen die Tage für die Menschen später zu beginnen: Normalerweise wird zwischen 7:45 Uhr und 8:15 Uhr das meiste Wasser verbraucht. Seit der Corona-Pandemie liegt die sogenannte „morgendliche Abgabespitze“ zwischen 9.30 Uhr und 10 Uhr.

Auch in anderen Bereichen scheint Corona den Wasserbedarf verändert zu haben, das legen Zahlen des kommunale Versorgungsunternehmen Hamburg Wasser nahe: Seit der Schließung der Schulen wird in den Außenbezirken am meisten Wasser verbraucht. Die „Versorgungszone Mitte“, die für die Wasserversorgung in der Innenstadt zuständig ist, meldet einen Rückgang um 4,08 Prozent des täglichen Bedarfs.

Gründe für die Zahlen sind die temporäre Schließung vieler Einrichtungen in der Innenstadt in den vergangenen Wochen, die Umstellung auf Home Office und das vermehrte Händewaschen in Zeiten von Corona.

Weniger Trinkwasser im Jahr 2019

Die Jahresbilanz 2019 von Hamburg Wasser zeigt zudem, dass sich der Verkauf von Trinkwasser normalisierte: Im Vorjahr machte die Stadt wegen des extrem heißen Sommers damit 43,4 Millionen Euro Gewinn, 2019 waren es nur 31 Millionen.

Engpässe bezüglich des Trinkwassers hätte es während der Corona-Pandemie in Hamburg zu keiner Zeit gegeben. Die Wasserwerke seien laut Nathalie Leroy, Geschäftsführerin von Hamburg Wasser, auf Krisensituationen vorbereitet.

kis/dpa

Titelbild: pixabay

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Zwei Dinge hat Kim Juliana Sichert, Jahrgang 1995, immer in ihrer Tasche, wenn sie unterwegs ist: Tic Tacs und Salz. Neben ihrer Vorliebe für die kleinen Bonbons und salziges Essen hat sie ein Faible für Pferde und Fußball. Lange war sie leidenschaftliche Reiterin, jahrelang hatte sie sogar ein eigenes Pferd. Heute jubelt Kim ihrem Heimatverein Hannover 96 von der Tribüne aus zu – in Hamburg darf es auch St. Pauli sein. Nach dem Abi hospitierte sie beim Bürgerradio „Leinehertz“, produzierte etliche Beiträge und Live-Schalten und berichtete auch über Fußball. Im Anschluss studierte sie Journalismus in Magdeburg. Für ihr Auslandspraktikum verschlug es Kim drei Monate nach Afrika, wo sie eine Radiostimme von Hitradio Namibia wurde. Zum Radio würde sie gerne zurück: Das darf dann auch eine Station im regnerischen Hamburg sein. Kürzel: kis