Der graue Klotz soll zum Grünen Bunker werden: Auf dem sogenannten Medienbunker in der Feldstraße soll unter anderem ein Park entstehen. Nun wurde die erste Etage des umstrittenen Projektes fertig gestellt.

Diese Woche wurden die Arbeiten für die erste Etage fertig gestellt: Fünf neue Stockwerke sollen pyramidenartig auf den Bunker am Heiligengeistfeld gebaut werden. Dafür hievten Krähne insgesamt 650 Tonnen Stahl  auf den 52 Meter hohen Komplex, so ist es in einer Mitteilung des beteiligten Immobilienunternehmens zu lesen. 140 Kubikmeter Beton sollen in die Höhe gepumt worden sein. Etwa 180 Menschen waren an den bisherigen Arbeiten beteiligt.

Neben der Funktion als Park soll Hamburgs größter Bunker auch Gedenkstätte für Opfer des NS-Regimes und ein Ort für Kunst- und Kulturflächen von Stadtteilinitiativen werden. Gleichzeitig soll ein „Luxushotel“ im einstigen Propagandabau entstehen. Insgesamt soll der Bau 40 Millionen kosten. Ein privater Investor kommt für die Kosten auf.

Das Projekt ist umstritten: Kritiker*innen befürchten, dass der Bunker noch stärker eventisiert wird. Der Betonriese ist aufgrund seiner Historie auch Denk- und Mahnmal. Außerdem kam es vor rund einem Jahr bei den Bauarbeiten zu einem Wasserschaden, unter dem die bereits vorhandenen Mieter*innen litten. Die Linke forderte damals einen Baustopp, jedoch ohne Erfolg.

Die Fertigstellung des „Grünen Bunkers“ ist für 2021 geplant.

kis/dpa

Titelbild: Planungsbüro Bunker 

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Zwei Dinge hat Kim Juliana Sichert, Jahrgang 1995, immer in ihrer Tasche, wenn sie unterwegs ist: Tic Tacs und Salz. Neben ihrer Vorliebe für die kleinen Bonbons und salziges Essen hat sie ein Faible für Pferde und Fußball. Lange war sie leidenschaftliche Reiterin, jahrelang hatte sie sogar ein eigenes Pferd. Heute jubelt Kim ihrem Heimatverein Hannover 96 von der Tribüne aus zu – in Hamburg darf es auch St. Pauli sein. Nach dem Abi hospitierte sie beim Bürgerradio „Leinehertz“, produzierte etliche Beiträge und Live-Schalten und berichtete auch über Fußball. Im Anschluss studierte sie Journalismus in Magdeburg. Für ihr Auslandspraktikum verschlug es Kim drei Monate nach Afrika, wo sie eine Radiostimme von Hitradio Namibia wurde. Zum Radio würde sie gerne zurück: Das darf dann auch eine Station im regnerischen Hamburg sein. Kürzel: kis