Die Stadt Hamburg hat entschieden: Es wird keine flächendeckenden Corona-Tests geben. Anders als in Bayern werden weiterhin nur Bürger*innen mit Symptomen getestet.

Ein Hamburger Senatssprecher teilte mit, dass laut Robert Koch-Institut ungezielte Testungen nicht sinnvoll seien. Hamburg folgt also nicht dem Beispiel Bayerns: Dort kündigte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) eine “Corona-Testoffensive” an. Sie erklärte, “dass alle Bürger*innen Bayerns zeitnah die Möglichkeit erhalten werden, sich testen zu lassen”. Symptomatische Verdachtsfälle auf eine Covid-19-Erkrankung sollen jedoch wie bisher priorisiert werden.

Laut NDR Info äußerte sich Gesundheitsminister Jens Spahn gegenüber Bayerns Plänen mit Zurückhaltung. Im Hörfunk-Interview sagte Spahn, dass ein Test immer eine Momentaufnahme sei: Man dürfe sich dadurch nicht in falscher Sicherheit wiegen.

Falsche Sicherheit durch flächendeckende Corona-Tests

Auch auf Twitter betonte Spahn, dass seine bevorzugte Strategie gezieltes Testen sei. “Einfach nur viel testen klingt gut, ist aber ohne systematisches Vorgehen nicht zielführend”, schreibt Spahn. Dies würde Menschen in falscher Sicherheit wiegen und die vorhandenen Testkapazitäten belasten.

In Hamburg blieben die Zahlen der Neuinfektionen in den letzten Tagen niedrig. Die Stadt hält weiterhin an den Hygienemaßnahmen und den Kontaktbeschränkungen fest.

jos/dpa

Foto: Unsplash

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