Unter der Corona-Krise leiden auch Hamburgs Wahrzeichen. Die Touristen fehlen, der Hauptkirche St. Michaelis brechen Einnahmen weg. Das Projekt „Rettungsringe für den Michel“ soll helfen.

Normalerweise besuchen etwa 3.500 Menschen täglich den Hamburger Michel. Aktuell sind es nur wenige Hundert, obwohl die Kirche seit Mitte Mai wieder geöffnet ist. Das bringt den Michel finanziell an seine Grenzen, schließlich sind Tourismus und Veranstaltungsbetrieb die Haupteinnahmequellen. Die Kirchensteuer deckt nur 15 Prozent des Gemeindehaushaltes. Die Kosten für Angebote und Veranstaltungen belaufen sich pro Jahr auf 2,5 Millionen Euro und werden zu 85 Prozent durch Besuchereinnahmen finanziert.

Dem Michel soll jetzt mit der Aktion „Rettungsringe für den Michel“ geholfen werden. Im Rahmen der Spendenaktion werden für ein halbes Jahr bis zu 50 Rettungsringe mit einer besonderen Geschichte von Reedereien, Hafenunternehmen oder Museen ausgeliehen und ab September im Michel ausgestellt. In einer Galerie sollen ihre Geschichten erzählt werden: von erfolgreichen Rettungsaktionen bis zu wilden Stürmen. Privatpersonen oder Unternehmen können bis Januar 2021 durch eine Spende die Patenschaft für einen der Rettungsringe übernehmen.

Aber auch vor September kann man dem Michel helfen. Seit einigen Wochen sammelt die Stiftung St. Michaelis schon für den „Rettungsring-Fond“: Man kann unter anderem sogenannte „Michel-Groschen“ für 36,50 Euro kaufen. Auch jeder normale Turmbesuch für sechs Euro (ermäßigt fünf Euro) hilft, damit Hamburgs Wahrzeichen erhalten bleibt.

kis

Titelbild: St. Michaelis

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Zwei Dinge hat Kim Juliana Sichert, Jahrgang 1995, immer in ihrer Tasche, wenn sie unterwegs ist: Tic Tacs und Salz. Neben ihrer Vorliebe für die kleinen Bonbons und salziges Essen hat sie ein Faible für Pferde und Fußball. Lange war sie leidenschaftliche Reiterin, jahrelang hatte sie sogar ein eigenes Pferd. Heute jubelt Kim ihrem Heimatverein Hannover 96 von der Tribüne aus zu – in Hamburg darf es auch St. Pauli sein. Nach dem Abi hospitierte sie beim Bürgerradio „Leinehertz“, produzierte etliche Beiträge und Live-Schalten und berichtete auch über Fußball. Im Anschluss studierte sie Journalismus in Magdeburg. Für ihr Auslandspraktikum verschlug es Kim drei Monate nach Afrika, wo sie eine Radiostimme von Hitradio Namibia wurde. Zum Radio würde sie gerne zurück: Das darf dann auch eine Station im regnerischen Hamburg sein. Kürzel: kis