Durch zunehmenden Temperaturanstieg in Nord- und Ostsee drohen massive Änderungen der Meeresumwelt. Auch Deutschlands einzige Walart, der Schweinswal, ist stark gefährdet. 

Einem neuen Greenpeace-Report zufolge, erwärmen sich die Nord- und Ostsee durch den Klimawandel immer weiter. Die Erwärmung der deutschen Meeresgewässer hat dem Report nach drastische Folgen für das Ökosystem. Einige Fischarten fliehen bereits in kühlere Gewässer und Deutschlands einzige Walart, der Schweinswal, sei stark gefährdet, heißt es darin.

„Unsere Meere werden geplündert, zerstört und verschmutzt, nur für den kurzfristigen Profit – mit drastischen Folgen für die Artenvielfalt und letztlich für uns alle“, sagte Greenpeace-Meeresbiologe Thilo Maack. In knapp 50 Jahren hat sich die Nord- und Ostsee um 1,3 Grad erwärmt, wie das Bundesverkehrsministeriums auf eine schriftliche Frage der Grünen schreibt.

Alamierende Folgen

Der Klimawandel zerstört wichtige Lebensräume. „Die Erwärmung des Meerwassers führt zu Veränderungen der Lebenswelt im Meer. Zusätzlich kann der beschleunigte Anstieg des Meeresspiegel dazu führen, dass die Naturräume an der Küste verloren gehen“, sagte der Leiter des WWF-Wattenmeerbüros Hans-Ulrich Rösner. Deutschland müsste sich an die Ziele des Pariser Klimaabkommens halten, um diesen Folgen entgegenzuwirken.

Initiative von Greenpeace

Greenpeace will sich von der Lage selbst ein Bild machen und am Donnerstagabend mit ihrem Aktionsschiff „Beluga II“ zu einer Tour zur Nord- und Ostsee aufbrechen. Demnach werden sie die Befunde dokumentieren und ihre entsprechenden Forderungen zum konsequenten Schutz der Meeresgebiete stellen.

erg/dpa

Titelbild: Pixabay

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