Bei den Beamt*innen der Hamburger Polizei entschuldigt Innensenator Grote sich in einem internen Brief für seine Feier. Am 10. Juni feierte er seine Wiederernennung als Innensenator mit 30 Personen. Er gesteht Fehler ein und hofft nun auf eine Annahme der Entschuldigung.

Fehlereingeständnis von Grote

Grote sei bewusst, dass er einen Fehler gemacht habe. „Mir ist klar, dass ich es allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Polizei Hamburg mit meinem Verhalten sehr schwer gemacht habe, gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern dieser Stadt die Einhaltung der Eindämmungsverordnung einzufordern,“ zitiert das Hamburger Abendblatt. Die Innenbehörde bestätigt FINK.HAMBURG den Inhalt.

Weiter schreibt Grote, dass er trotz berechtigter Kritik darauf hofft, dass seine Entschuldigung angenommen wird. Es ist ihm besonders wichtig „mit Engagement und Herzblut“ an der Sicherheit der Stadt zu arbeiten und sie noch attraktiver zu machen. Er betont die gute Zusammenarbeit seit 2016 bei Ereignissen wie der Pandemie aber auch dem G20-Gipfel.

Rassismusdebatte: Zusammenarbeit mit der Polizei angekündigt

Auch auf die aktuelle Rassismus-Debatte geht Grote ein: „Es muss uns dabei unbedingt gelingen, das Vertrauen der Bevölkerung in die Polizistinnen und Polizisten dieser Stadt zu stärken.“ Grote will sich zusammen mit der Polizeiführung besonders für die Beamten*innen einsetzen, die „ungerechtfertigten Angriffen“ ausgesetzt sind, heißt es im Brief.

Der Innensenator Grote hatte seine Wiederernennung trotz Corona-Maßnahmen in großer Runde gefeiert. Die Opposition hatte sein Verhalten scharf kritisiert.

ans/dpa

Titelbild: Christian Charisius/dpa

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Es gibt keine Zeile im Film „My Fair Lady“, die Aniko Schusterius, Jahrgang 1996, nicht fehlerfrei mitsprechen kann. Trotz dieses Talents, zehn Jahren Gesangsunterricht und ihres großen Interesses für Musicals hat sich die Berlinerin letztlich gegen eine Bühnen-Karriere entschieden. Nach dem Abitur arbeitete sie als Regie- und Produktionsassistentin in verschiedenen Kindertheatern. Dort musste sie unter anderem lernen, dass Luftballons auf einem Straßenfest eine hochkomplexe bürokratische Hürde darstellen können. Während ihres Bachelors in Theaterwissenschaften und Niederlandistik lebte sie ein halbes Jahr in Groningen. Dort fühlte sie sich wegen des entspannten Lifestyles wohl, und auch, weil sie mit ihren 1,82 Meter das erste Mal nicht auffiel. Für die „Berliner Zeitung“ veröffentlichte sie erste Kolumnen. Auch mit Radio kennt sie sich aus: An der „Frankfurter Hörfunkschule“ lernte sie texten und einsprechen. Vor dem Start an der HAW sammelte Aniko noch mehr Medien-Erfahrung durch Praktika bei „Radioeins“ und beim Fernsehkanal der „Welt“ in Berlin. Dort lauerte sie auch schon mal frühmorgens vor einem Hotel, um Gesundheitsminister Jens Spahn einen O-Ton zu entlocken. Kürzel: ans