Die U3 ist seit Montag zwischen Hauptbahnhof und Baumwall für die kommenden 14 Monate gesperrt. Fahrgäste müssen auf Alternativen umsteigen, einen Ersatzverkehr soll es nicht geben.

Die U3 ist beliebt für ihren beeindruckenden Ausblick auf den Hafen. Seit Montag wird die rund hundert Jahre alte Strecke zwischen den Haltestellen Rathausmarkt und Baumwall saniert. Der Tunneltrog müsse neu gebaut werden, sagte Hochbahn-Technik-Vorstand Jens-Günter Lang. Zudem müssten die Haltestellen Rödingsmarkt, Rathausmarkt und Mönckebergstraße sowie der 861 Meter lange Tunnel saniert werden. Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich auf rund 86 Millionen Euro.

Aus Eichen- werden Stahlpfähle

„Das ist schon ein sehr anspruchsvolles Projekt“, sagte Lange am 11. Januar 2021. Eine besondere Herausforderung sind die Erneuerung der Eichenpfäle auf denen der Tunneltrog steht. Über die Jahre haben diese an an Stärke verloren und sollen nun durch 100 Stahlpfähle ergänzt werden. Die Schwierigkeit: Der Tunneltrog befindet sich komplett unter Wasser. Für die Arbeiten muss der Wasserspegel gesenkt werden. Dafür werde bereits seit Oktober vergangenen Jahres ein spezieller Damm errichtet, so Lange.

Bei den Bauarbeiten würden unter anderem die unter der Sohle liegenden Eichenpfähle durch Pfähle aus Stahl ergänzt, auf denen dann später der neue Trog stehen werde. Außerdem werden zwischen den Haltestellen Mönckebergstraße und Adolphsplatz Wände saniert und neu abgedichtet. Auch Barrierefreiheit wurde bedacht, denn die Haltestellen Rathhausmarkt und Mönckebergstraße sollen Aufzüge erhalten. Die Haltestelle Mönckebergstraße soll zudem Aufzüge an weiteren Ein- und Ausgängen bekommen. Die Arbeiten sollen bis 2024 fertig sein.

Kein Ersatzverkehr für gesperrte U3

Weil es genug andere Verbindungsmöglichkeiten gibt, wird kein Ersatzverkehr eingerichtet. Die Hochbahn empfiehlt Alternativen wie S-Bahn und Busse zu nutzen.

aba/erg/dpa

Titelbild: Daniel Reinhardt/dpa

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Aylin Ergin, Jahrgang 1996, packt regelmäßig die Fluglust - je länger die Strecke, desto besser. Australien wäre noch ein Traumziel. In den USA hat sie fast alle Staaten schon abgeklappert. Auch für die Ausbildung war sie dort und kam mit zwei Bachelorabschlüssen wieder zurück: einen in Broadcasting und einen in Communications. Beim hochschuleigenen TV- und Radiosender war sie unter anderem als Graphic Designer sowie in der Regie tätig und war Mitherausgeberin der Campuszeitung. Ist die Globetrotterin in ihrer Heimat Hamburg, zieht es sie an den Hafen, der Blick auf die Wellen inspiriert sie. Ihre Zukunft sieht Aylin in der PR-Abteilung eines internationalen Industrieunternehmens, am besten eines, das etwas mit Fliegen zu tun hat. Wo auch immer sie landet, Hauptsache ihr Schreibtisch ist aufgeräumt. Bei Chaos kann sie nicht arbeiten. Kürzel: erg

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