Bei einer Demonstration gegen Corona-Maßnahmen in Hamburg versammelten sich am Mittwoch etwa 650 Menschen. Viele Demonstrierende verstießen gegen die Abstands- und Masken-Regeln, sodass die Polizei eingriff.

Am Jungfernstieg haben am Mittwoch mehrere hundert Menschen gegen die Corona-Maßnahmen demonstriert. Viele von ihnen haben dabei laut einer Polizeisprecherin keinen Mund-Nasen-Schutz getragen oder den notwendigen Abstand nicht eingehalten. In 46 Fällen wurden Verfahren wegen Ordnungswidrigkeiten eingeleitet.

Aufforderungen der Polizei zeigten zunächst kaum Wirkung

Die Polizist*innen wiesen die Demonstrierenden per Lautsprecher auf die geltenden Corona-Regeln und drohende Bußgelder hin. Auf Twitter teilte die Polizei Hamburg mit, dies habe zunächst „kaum Wirkung gezeigt“. Nach weiteren Aufforderungen der Polizei vergrößerten die meisten Teilnehmenden den Abstand zueinander und setzten Mund-Nasen-Masken auf.

Die Polizei sprach dann gezielt Personen an, die sich weiterhin nicht an die Corona-Regeln hielten. Gegen 46 dieser Personen wurden Verfahren wegen Ordnungswidrigkeiten eingeleitet. Um 16 Uhr beendete schließlich der Versammlungsleiter planmäßig die Corona-Demo in Hamburg.

Die Hamburger Polizei war vorsorglich mit zwei Hundertschaften, mehreren Wasserwerfern und ihrem Kommunikationsteam in der Innenstadt im Einsatz. Laut der Polizeisprecherin waren die Erfahrungen aus Leipzig der Grund dafür. In der Leipziger Innenstadt war am vergangenen Samstag eine ähnliche Demonstration eskaliert. Der Vorfall löste eine Welle der Kritik aus.

pia/dpa

Titelbild: dpa

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Am liebsten genießt Pia Röpke, geboren 1993 in Hamburg, die Ruhe und meditiert. Nach der Ausbildung zur Medienkauffrau beim Spiegel schlug sie ein Jobangebot dort aus und entschied sich stattdessen für die Universität. Beim Thema blieb sie aber: In Lüneburg studierte sie Digital Media, in Hongkong Creative Media. Dort entdeckte sie Achtsamkeit, Yoga und Spiritualität für sich. Das half ihr dabei, sich zu entspannen, wenn die gierige Millionenstadt zu stressig wurde. Seitdem ist sie überzeugt, dass Selbstreflexion nicht nur für sie heilsam ist, sondern auch für den Rest der Welt wichtig wäre, um die Digitalisierung sinnvoll zu gestalten. Um Digitales und Fundraising kümmert Pia sich für die Organisation Kanduyi Children e.V., die Kindern in Kenia Bildung ermöglicht. Kürzel: pia

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