Die erste Hamburgerin erhält die Corona-Folgeimpfung.
Die 84-jährige Karin Sievers erhielt als erste Hamburgerin die zweite Corona-Impfdosis. Foto: Axel Heimken/dpa

Die ersten Hamburger*innen erhielten am Sonntag die Corona-Folgeimpfung des Herstellers Biontech. Die Terminvergabe für Erstimpfungen stockt unterdessen.

Am Sonntag gab es für die ersten Hamburger*innen die zweite Impfstoffdosis: Die 84-jährige Karin Sievers aus dem Hospital zum Heiligen Geist in Poppenbüttel, der größten Pflegeeinrichtung Hamburgs, erhielt als erste Hamburgerin die Corona-Folgeimpfung – genau drei Wochen nach dem Start der Corona-Schutzimpfungen.

Laut Gesundheitsbehörde erhielten zunächst alle 445 Bewohner*innen in dem Hospital die zweite Impfung. Am Montag sollen die Bewohner*innen der Einrichtung Pflegen und Wohnen Finkenau im Stadtteil Uhlenhorst folgen.

Impfprogramm stockt

Unterdessen verzögert sich die weitere Vergabe von Impfterminen in Hamburg. Grund sind unter anderem Lieferverzögerungen des Herstellers Biontech/Pfizer. Bis einschließlich Freitag wurden in Hamburg 21.951 Menschen geimpft.

Zu wenig, findet die Hamburger CDU. Sie kritisiert den Impfplan des Hamburger Senats. Der CDU-Landesvorsitzende Christoph Ploß sagt gegenüber FINK.HAMBURG: „Der rot-grüne Senat muss dringend sein Impfkonzept verbessern, um den vorhandenen Impfstoff noch schneller zu verimpfen. Dann ersparen wir uns auch weitere Diskussionen über neue Einschränkungen.“

Verschärfter Lockdown droht

Um eine ausreichende Immunität gegen Sars-Cov-2 aufzubauen, sind zwei Impfdosen notwendig – erst nach der zweiten Dosis wird laut Hersteller ein Wirkungsgrad von über 90 Prozent erreicht.

Trotz sinkender Inzidenzzahlen bewegen sich die Infektionszahlen in Hamburg auf einem weiterhin hohen Niveau. Zurzeit liegt die Anzahl der Neuinfektionen in Hamburg in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner bei 111,5 Neuinfektionen (Stand: 18.01.2021). Die Ministerpräsident*innen beraten wegen der hohen Zahlen am Dienstag erneut über verschärfte Corona-Maßnahmen.

Titelbild: Axel Heimken/dpa

bem/dpa

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Bennet Möller, Jahrgang 1995, stand schon mal im Finale einer Deutschen Meisterschaft – im Futsal, einer besonders schnellen Form des Hallenfußballs. Das war 2019, als Bennet noch mit dem Studium der Politikwissenschaft an der Universität Hamburg beschäftigt war. Beim Unternehmen Jungheinrich, berühmt für seine Lagertechnik, arbeitete er in der Kommunikationsabteilung – er saß auch schon mal selbst auf einem Gabelstapler. Für das politische Bildungsforum der Konrad-Adenauer-Stiftung organisierte er Veranstaltungen mit Politikern, Wissenschaftlern und Wirtschaftsleuten. Yuval Noah Hararis „Kurze Geschichte der Menschheit“ ist sein Lieblingssachbuch, und überhaupt liest er lieber, als Fernzusehen. Auch Fußball spielt er lieber selbst, als es auf einem Bildschirm zu verfolgen. Kürzel: bem

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