Trotz anhaltender Lieferschwierigkeiten sind in Hamburg zum Wochenstart 33.500 neue Impftermine verfügbar. Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) forderte einen nationalen Impfplan.

Rund 33.500 neue Impftermine in den Hamburger Messehallen werden seit Montag staffelweise für Impfberechtigte freigeschaltet. Nachdem die Hansestadt im vergangenen Januar etwa 44.000 Impfdosen erhalten hat, werden im Februar nun rund 100.000 neue Corona-Impfungen von drei Herstellern erwartet.

Impftermine in Hamburg sind exakt bemessen

Wie ein Sprecher der Sozialbehörde am Sonntag mitteilte, sollen neben den zunächst 33.500 Impfterminen im Lauf der Woche noch weitere Tausende Termine freigeschaltet werden. „Die genaue Anzahl der Termine wird unmittelbar mit den Impfstofflieferungen zusammenhängen“, so der Sprecher der Sozialbehörde. Hamburg setzt damit bei der Vergabe von Impfterminen auf den vorsichtigen Weg und stellt nur so viele Termine zur Verfügung, wie auch Impfstoff zur Verfügung steht.

Bürgermeister Tschentscher fordert nationalen Impfplan

Bereits am Wochenende sorgten einige Äußerungen von Hamburgs Erstem Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) auf Twitter für Aufregung. Tschentscher beklagte dabei, dass eine Planung von Impfungen durch fehlende Lieferungen nicht möglich sei.

Konkret bezog sich Tschentscher dabei auf die Mitteilung des Bundeskanzleramts, dass die vom Hersteller „Moderna“ zugesagten Impfdosen nicht vollständig geliefert werden könnten.

In Hinblick auf den Impfgipfel am Montag forderte Tschentscher via Twitter außerdem einen „nationalen Impfplan“, damit bis September allen Menschen in Deutschland eine Impfung angeboten werden könne. Auch die Bundesregierung sei in der Pflicht, betonte Tschentscher am Montag gegenüber dem Sender Phoenix kurz vor Beginn des Impfgipfels: „Wir können in Hamburg jeden Tag über 7000 Menschen impfen. Aber es hakt jetzt an der Aufgabe, die der Bund übernommen hat“, so Tschentscher.

Terminvergabe per Telefon

Die neu freigeschalteten Impftermine können über die 116 117 ausgemacht werden. Um direkt in der Telefonzentrale zu landen, empfahl der Sprecher der Sozialbehörde, die Nummer aus dem Festnetz anzurufen. „Die Hotline-Verfügbarkeit war zuletzt gut. Fast alle Menschen sind auch beim ersten Anruf durchgekommen“, betonte der Sprecher. Zuletzt gab es deutschlandweit vermehrt Probleme bei der Terminvergabe für das Corona-Vakzin.

aba/dpa

Titelbild: Unsplash

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