Büregermeister Peter Tschntscher spricht sich für schärfere Corona-Maßnahmen aus.
Foto: Christian Charisius/dpa

Hamburgs Erster Bürgermeister möchte eine Verlängerung des Lockdowns – auch wenn aktuell die Fallzahlen sinken. Seine Begründung: Durch die Mutationen drohe eine dritte Welle.

Der Inzidenzwert in Hamburg sinkt weiter und beträgt mittlerweile nur noch 67,6. Auch die Zahl der Neuinfektionen nimmt weiter ab: 162 Fälle wurden am Dienstag gemeldet, 47 weniger als noch vor einer Woche und 24 weniger als am Montag.

Obwohl das erstmal positiv klingt, wirbt Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) für eine Verlängerung des Lockdowns. „Öffnungsschritte darf es erst geben, wenn der Einfluss der Mutationen auf das Infektionsgeschehen beurteilt werden kann. Das ist derzeit noch nicht der Fall“, sagt er.

Auch führende Virologen warnen derzeit vor vorzeitigen Lockerungen.

Uneinigkeit der Länderchefs vor Bund-Länder-Treffen

Damit schließt sich Tschentscher vor dem Bund-Länder-Treffen am Mittwoch Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) und Saarlands Regierungschef Tobias Hans (CDU) an, die sich ebenfalls gegen Lockerungen aussprachen. Anders sieht es beispielsweise Berlins regierender Bürgermeister Markus Müller (SPD): Er möchte mögliche Lockerungen an weiter sinkende Inzidenzwerte koppeln.

Tschentscher appellierte an seine Amtskolleg*innen und die Kanzlerin, bei der Schalte am Mittwoch an einem Strang zu ziehen. Der Rückhalt in der Bevölkerung für die Corona-Einschränkungen sei weiterhin hoch. Bund und Länder müssten abgestimmt und konsequent vorgehen, „um nach dem aktuellen Rückgang der Infektionszahlen einen erneuten Rückfall im Sinne einer dritten Welle zu verhindern“, so Tschentscher.

mak/dpa

Titelbild: Christian Charisius/dpa

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