Die gemeinnützige Organisation Viva con Agua startet mit dem Gasthaus Villa Viva ein neues Social Business. Ein Großteil der Gewinne soll in Brunnenbauprojekte fließen.

Die gemeinnützige Organisation Viva con Agua plant bis Ende 2023 den Bau eines zwölfstöckiges Gasthaus. Die Villa Viva soll im Münzviertel nahe des Hauptbahnhofs entstehen und Platz für 300 Gäste und 139 Zimmern bieten. Außerdem geplant sei eine Campingetage, eine Bar, ein Restaurant, ein Yogaraum, von Künstler:innen gestaltete Artrooms sowie Konferenz- und Büroflächen, sagte Viva con Agua-Gründer Benny Adrion beim Baustart am Montag.

„Villa Viva“ für den guten Zweck

Adrion will mit den Gewinnen Wasserprojekte fördern. Die Organsation setzt sich bereits seit Jahren für sauberes Trinkwasser und Sanitäranlagen im Globalen Süden ein. „Wir wollen das nicht nur mit Spenden machen. Wir wollen das mit Social Business machen“.

Hinter dem Konzept steckt die Villa Viva Holding: Eine Gruppe aus sozial engagierten Investoren, die insgesamt 5,5 Millionen Euro Eigenkapital investieren. Darunter befinden sich Prominente wie Ex-Fußball-Profi Kevin Kuranyi und Musiker Jan Delay.

Eine „Hauptstadt der Gemeinwohlökonomie“

Von Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) erhält das Projekt Zuspruch. Dressel nannte die Villa Viva ein „Leuchtturm der Gemeinwohlökonomie“. Das städtische LIG-Immobilienmanagement hatte das Projekt im Rahmen einer Konzeptausschreibung an Viva con Agua vergeben. „Wir haben eigentlich all die Zutaten, die man braucht, um auch eine Hauptstadt des Social Business, der Gemeinwohlökonomie zu werden“, sagte Dressel.

Viva con Agua ist bekannt durch das gleichnamige Wasser, das es mittlerweile seit elf Jahren in Supermärkten zu kaufen gibt. Außerdem produziert Viva con Aqua das Goldeimer-Klopapier und verkauft Kunst in der Millerntorgalley. Alle Einnahmen gehen an die Wasserprojekte der Organisation. Außerdem sammelt Viva con Aqua Spenden auf Festivals und bei Fußballspielen.

wyn/dpa

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