Hamburg hat ein Verkehrsproblem. Das ergab der Traffic Index 2021 des Navigationssystem Herstellers TomTom. Deutschlandweit stehen Verkehrsteilnehmer:innen in Hamburg und in Wiesbaden am meisten im Stau.

Der Traffic Index 2021 des Herstellers von Navigationssystemen TomTom zeigt: Im Vergleich von Daten aus 27 deutschen Städten gibt es in Hamburg zusammen mit Wiesbaden den meisten Stau. Verglichen werden die sogeannten Stau-Level der Städte. Für Hamburg heißt das: Im Schnitt brauchten 2021 motorisierte Fahrzeuge 31 Prozent länger als unter Idealbedingungen. Somit haben die Verkehrsteilnehmer:innen, die in Hamburg pro Jahr fünf Stunden pro Woche an fünf Werktagen fahren, 2021 durchschnittlich 71 Stunden durch Verkehrsbehinderungen verloren. Zum Vergleich: In Frankfurt am Main verloren motorisierte Verkehrsteilnehmer:innen 46 Stunden im Jahr 2021.

Im Jahr 2019 lag der Stau-Level in Hamburg noch bei 34 Prozent. Nach einem coronabedingten Rückgang auf 29 Prozent im Jahr 2020, nähert sich Hamburg somit wieder dem Stauniveau vor der Pandemie an.

Gründe für den Stau in Hamburg

Hauptgrund für die Verzögerungen sei nach der Analyse von TomTom die verstärkte Nutzung von PKWs statt dem öffentlicher Personennahverkehr, heißt es im Traffic Index 2021. Selbst kürzere Stecken würden wegen Corona demnach vermehrt mit dem eigenen Auto zurückgelegt, vermutlich um den Kontakt mit größeren Menschenmassen zu vermeiden. Dadurch entstünden gerade im Berufsverkehr größere Engpässe.

Im weltweiten Vergleich liegt Hamburg auf Platz 69. Den meisten Stau gibt es laut Traffic Index in Istanbul mit 142 verlorene Stunden im Stau. Somit müssen Autofahrer:innen in der anatolischen Metropole doppelt so lange Schlange stehen als in der Hansestadt.

mku

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Manuel Kunst, 1988 in Wiesbaden geboren, macht, abgesehen von seinem angefangenen Architekturstudium, keine halben Sachen. Nach erfolgreicher Neuorientierung zog er nach Hamburg und gab schon in der ersten Woche Jürgen Vogel am Strand einen Tequila aus. Er studierte Medien- und Kommunikationswissenschaften sowie Soziologie und absolvierte anschließend ein Volontariat beim „Unternehmer“-Magazin der Deutschen Unternehmer Börse. Dort baute er die Podcast- und Videoproduktion auf. Beim Gärtnern hat Manuel immer Pech, dafür kocht er gern und gut, ob asiatische oder italienische Gerichte. Als DJ legt er heute vor allem Hip-Hop auf, früher hat er einmal in der Hardcore Punkband „Deaf on Demand“ Gitarre gespielt. Auch alle Zähne hat er sich beim Pogen schon mal ausgeschlagen – allerdings schon im Alter von fünf Jahren beim Hüpfen auf dem Bett. (Kürzel: mku)