Im vergangenen Jahr gab es in Hamburg eine ungewöhnlich hohe Preissteigerung bei Neubau-Eigentumswohnungen. Für den Quadratmeter Wohnfläche müssen Käufer:innen nun durchschnittlich 8480 Euro zahlen.

Der durchschnittliche Angebotspreis für Neubau-Eigentumswohnungen in Hamburg stieg 2021 um 16,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr – das geht aus dem Marktbericht des Immobiliendienstleisters Grossmann und Berger hervor. Zum Vergleich: Im Jahr 2019/20 stieg der Angebotspreis um 10,5 Prozent. Als Grund wird ein starker Rückgang von Bauprojekten und Wohneinheiten genannt. Dieser halte seit 2018 an und führe zu einem reduzierten Wohnungsangebot.

Zusätzlich könne auch die Anhebung der Grundgewerbesteuer ein weiterer Grund sein. Diese wird sich in Hamburg im Januar 2023 von derzeit 4,5 auf 5,5 Prozent erhöhen. „Einige Interessenten möchten sich voraussichtlich diese Steuererhöhung sparen und noch in 2022 kaufen“, so Frank Stolz, Geschäftsleiter Neubau Hamburg von Grossmann und Berger.

Durchschnittlich mussten Käufer:innen im letzten Jahr 8480 Euro pro Quadratmeter zahlen. Prognosen gehen davon aus, dass der Quadratmeterpreis 2022 auf circa 10.350 Euro ansteigen wird. In den teuersten Lagen der Stadt, wie dem Stadtteil Rotherbaum, bezahlt man im Schnitt mit 21.000 Euro pro Quadartmetern bereits jetzt mehr als das Doppelte.

Preissteigerungen auch bei Hamburger Mietwohnungen

Aber auch für Mietwohnungen steigt der Quadratmeterpreis kontinuierlich. Wie der NDR Ende letzten Jahres berichtete, wurden besonders die großen Mietbestände der Nachkriegszeit teurer. Diese machen rund 30 Prozent des Hamburger Mietmarktes aus. Dabei sei mit 9,29 Euro pro Quadratmeter Nettokaltmiete die durchschnittliche Miete auf einem Höchststand.

mku

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Manuel Kunst, 1988 in Wiesbaden geboren, macht, abgesehen von seinem angefangenen Architekturstudium, keine halben Sachen. Nach erfolgreicher Neuorientierung zog er nach Hamburg und gab schon in der ersten Woche Jürgen Vogel am Strand einen Tequila aus. Er studierte Medien- und Kommunikationswissenschaften sowie Soziologie und absolvierte anschließend ein Volontariat beim „Unternehmer“-Magazin der Deutschen Unternehmer Börse. Dort baute er die Podcast- und Videoproduktion auf. Beim Gärtnern hat Manuel immer Pech, dafür kocht er gern und gut, ob asiatische oder italienische Gerichte. Als DJ legt er heute vor allem Hip-Hop auf, früher hat er einmal in der Hardcore Punkband „Deaf on Demand“ Gitarre gespielt. Auch alle Zähne hat er sich beim Pogen schon mal ausgeschlagen – allerdings schon im Alter von fünf Jahren beim Hüpfen auf dem Bett. (Kürzel: mku)