Die Zahl der Affenpocken-Fälle nimmt in Hamburg weiter zu: Bei 49 Menschen wurde eine Infektion nachgewiesen. In Kürze sollen Impfungen angeboten werden.

Laut Angaben der Gesundheitsbehörde steigen die Zahlen an Affenpocken-Fällen in Hamburg weiter an. Bis Mittwoch wurden 49 Infektionen bei Männern mit Wohnsitz in Hamburg nachgewiesen, in der Vorwoche waren es noch 30 Infektionen. Schwere Krankheitsverläufe gab es bislang noch nicht.

Die Europäische Union beginnt mit der Auslieferung der ersten Impfstoffdosen gegen Affenpocken, so die EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides. Zunächst sollen 5300 Dosen nach Spanien geliefert werden, im Anschluss werden Portugal, Deutschland und Belgien beliefert.

Die Hamburger Gesundheitsbehörde bereitet eigenen Angaben zufolge ein Impfangebot vor. Die Ständige Impfkommission empfiehlt, erst Männer zu impfen, die Sex mit Männern haben und dabei häufig ihre Partner wechseln.

Übertragung von Affenpocken

Laut Robert Koch-Institut (RKI) übrtragen sich Affenpocken durch engen Körperkontakt von einer Person zur anderen. Das schließt sexuellen Kontakt mit ein, beschränkt sich aber nicht darauf: Jeder, der engen körperlichen Kontakt mit einer ansteckenden Person hat, kann sich infizieren.

In der Vergangenheit sind Affenpocken immer wieder in einigen afrikanischen Ländern aufgetreten. Seit Mai treten in Europa gehäuft Fälle auf, die nicht in Zusammenhang mit Afrika-Reisen stehen. Im Vergleich zu den im Jahr 1980 ausgerotteten Pocken gelten Affenpocken als weniger schwere Erkrankung. Die meisten Infizierten erholen sich innerhalb weniger Wochen. Infizierte müssen sich für 21 Tage isolieren.

Was tun bei Infektionsverdacht?

Neben allgemeinen Krankheitssymptomen wie Fieber, Kopf-, Muskel- und Rückenschmerzen, geschwollenen Lymphknoten, Frösteln oder Abgeschlagenheit ist auch Hautausschlag typisch für eine Infektion. Der Ausschlag konzentriert sich in der Regel auf das Gesicht, Handflächen und Fußsohlen, kann aber auch am restlichen Körper auftreten.

Bei Verdacht auf eine Infektion sollte das Gesundheitsamt kontaktiert und der Kontakt zu anderen vermieden werden. Zudem sollte ein Hausarzt kontaktiert werden: Am besten erst telefonisch, um den Verdacht auf Affenpocken zu klären. Das RKI hat detaillierte Empfehlungen für das Verhalten bei Verdachtsfällen veröffentlicht.

lin/dpa

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Sarah Lindebner, 1998 in Innsbruck geboren, scheint Heimweh nicht zu kennen: Für Workaways zog es sie bereits nach England, Island, Norwegen und Portugal, für ihr Bachelorstudium in Kommunikationswissenschaft nach München. Bei einer Produktionsfirma für Werbefilme räumte sie als Praktikantin Keller aus und wirkte bei einem Kurzfilm über eine Entführung mit. Technisches Knowhow erwarb sie während eines weiteren Praktikums in einer Dokumentarfilmproduktion. Bei einem halbjährigen Videojournalismus-Stipendium nahm sie die Kamera selbst in die Hand, um Nachtschichten in Bäckereien, Hotels und Krankenhäusern zu begleiten. Jetzt verbringt sie ihre Tage in den Redaktionsräumen von FINK.HAMBURG, wo die nächsten Filmprojekte auf sie warten. Lange wird es sicher nicht dauern, bis Sarah wieder die Koffer packt. Next Stop: die Mongolei. Kürzel: lin