Azubis und Helfende von Hanseatic Help und der Hochbahn stehen vor dem Wärmebus
#wärmegeben: Wärmebus fährt wieder auf Spendentour. Foto: Marc-Oliver Schulz/Hamburger Hochbahn AG

Der Wärmebus der Hochbahn und Hanseatic Help sammelt wieder Spenden ein. Es gibt drei Tage, an denen Hamburger ihre Spenden an verschiedenen Orten abgeben können, um damit Obdachlosen zu helfen.

Pünktlich zu Beginn der kalten Jahreszeit fährt der sogenannte Wärmebus erneut auf Spendentour in Hamburg – zum dritten Mal in Folge. Wie in den beiden vorangegangene Wintern unterstützt der Bus der Hamburger Hochbahn AG damit die Aktion #wärmegeben von Hanseatic Help, hieß es in einer gemeinsamen Pressemitteilung am Mittwoch. Der gemeinnützige Verein wolle mit der Aktion verhindern, dass Menschen in den Wintermonaten frieren müssen insbesondere die, die kein festes Dach über dem Kopf haben.

Wann und wo du den Wärmebus findest

An drei Samstagen soll der Wärmebus zwischen 11 und 17 Uhr Spenden in der Stadt einsammeln. Als erstes hält der Bus am 22. Oktober auf dem Jungfernstieg. Es folgen ein Sammelpunkt auf Kampnagel am 5. November und ein weiterer am Alstertal-Einkaufszentrum am 19. November.

Gesammelt werden ausschließlich Schlafsäcke, Zelte und Isomatten sowie Winterjacken, wetterfeste Schuhe und warme Kleidung. Aus Kapazitätsgründen können laut den Organisator*innen keine anderen Artikel angenommen werden. 

#wärmegeben: Eine Kampagne von Hanseatic Help

#wärmegeben – so heißt die Winterkampagne des gemeinnützigen Vereins Hanseatic Help. Sie wollen erreichen, dass möglichst niemand in Hamburg frieren muss. Die Kampagne startete Mitte Oktober und läuft bis Ende Februar 2023. In diesem Zeitraum kümmert sich der Verein hauptsächlich um Hilfen für Obdachlose durch Sach- und Geldspenden. 

Der Wärmebus ist eine wiederkehrende Aktion im Rahmen der Kampagne #wärmegeben, die von der Hochbahn unterstützt wird. Diese stellt dafür den mit Kampagnendesign gestalteten Linienbus zur Verfügung und hilft personell bei der Spendenannahme.

Insgesamt lebten laut einer Erhebung des statistischen Bundesamtes im Januar 178.145 „untergebrachte Wohnungslose“ in Deutschland – knapp zehn Prozent davon in Hamburg. Damit sind jedoch nur jene Wohnungslose einbezogen, die beispielsweise in vorübergehenden Übernachtungsmöglichkeiten oder in Not- und Gemeinschaftsunterkünften untergebracht sind. Die tatsächliche Zahl aller Obdachloser dürfte folglich deutlich höher sein.

Terminübersicht

  • 22. Oktober 2022, 11 bis 17 Uhr: Jungfernstieg
  • 5. November 2022, 11 bis 17 Uhr: Kampnagel
  • 19. November 2022, 11 bis 17 Uhr: Alstertal-Einkaufszentrum (AEZ)

Sammelaktion für Schlafsäcke, Zelte, Isomatten, Winterjacken, wetterfeste Schuhe und warme Kleidung.

bös/dpa

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Sarah Böse kam 1996 namenlos in Hamburg zur Welt. Erst nach einigen Tagen konnten sich ihre Eltern einigen. So lange hieß sie Baby Böse – natürlich nur wegen ihres Nachnamens. Schon mit acht Jahren bewies Sarah, dass sie diese semantische Unentschiedenheit nicht geerbt hat und schrieb kurzerhand ihr Debütwerk: einen Kinderkrimi. Ihr Bachelorstudium in Digital Media in Lüneburg war ein Rundumschlag – vom Programmieren über Animationen erstellen bis hin zum Onlinemarketing war vieles dabei. Ihre neuen Skills wendete sie im Social-Media-Team eines Food-Startups an, gründete einen Street-Style-Blog und vermarktete ein Glückstagebuch für Kinder. Kürzel: bös