“Frauen, Leben, Freiheit” – Unter diesem Motto gingen am vergangenen Samstag Menschen in Hamburg auf die Straße, um sich mit Demonstrierenden in Iran zu solidarisieren. FINK.HAMBURG war vor Ort.

Rund 500 Menschen versammelten sich am vergangenen Samstag auf dem Gänsemarkt, um sich für Frauen- und Menschenrechte in Iran einzusetzen. Mehrere Einzelpersonen und deutsch-iranische Vereine organisierten die Demonstration unter dem Motto “Frauen, Leben, Freiheit”.

FINK.HAMBURG hat Teilnehmende gefragt, warum sie persönlich auf die Straße gehen, und was man als Deutsche*r tun kann, um die Protestierenden in Iran zu unterstützen.

Demonstrationen seit Tod von Mahsa Amini

Auslöser für die Proteste in Iran war der gewaltsame Tod von Mahsa Amini. Die 22-jährige wurde im September von der iranischen Sittenpolizei verhaftet. Sie habe ihr Kopftuch nicht richtig getragen. Augenzeugenberichten zufolge habe die Polizei auf den Kopf der Frau eingeschlagen, CT-Aufnahmen ihres Kopfes zeigen Hirnblutungen und einen Knochenbruch.

Seither gehen in Iran Menschen auf die Straße, um gegen das Regime und die Sittenpolizei zu demonstrieren. Die Reaktionen von Politik und Polizei sind brutal: Reuters berichtet von über 300 Getöteten und 14.000 Festnahmen.

Weltweit solidarisieren sich Menschen mit den Protestierenden in Iran: Zuletzt demonstierten in Berlin etwa 80.000 Menschen aus ganz Europa gegen Unterdrückung und Diskriminierung – die Tagesschau berichtete.

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Sarah Lindebner, 1998 in Innsbruck geboren, scheint Heimweh nicht zu kennen: Für Workaways zog es sie bereits nach England, Island, Norwegen und Portugal, für ihr Bachelorstudium in Kommunikationswissenschaft nach München. Bei einer Produktionsfirma für Werbefilme räumte sie als Praktikantin Keller aus und wirkte bei einem Kurzfilm über eine Entführung mit. Technisches Knowhow erwarb sie während eines weiteren Praktikums in einer Dokumentarfilmproduktion. Bei einem halbjährigen Videojournalismus-Stipendium nahm sie die Kamera selbst in die Hand, um Nachtschichten in Bäckereien, Hotels und Krankenhäusern zu begleiten. Jetzt verbringt sie ihre Tage in den Redaktionsräumen von FINK.HAMBURG, wo die nächsten Filmprojekte auf sie warten. Lange wird es sicher nicht dauern, bis Sarah wieder die Koffer packt. Next Stop: die Mongolei. Kürzel: lin