Das Bild zeigt die Olympischen Ringe. Peter Tschentscher hält eine Olympiabewerbung von Hamburg für möglich.
Peter Tschentscher hält eine Olympiabewerbung von Hamburg, gemeinsam mit anderen Städten, für möglich. Foto: Bryan Tuner / Unsplash

Bürgermeister Tschentscher zeigt sich offen für eine Beteiligung von Hamburg an einer Olympia-Bewerbung gemeinsam mit anderen Städten. Der Deutsche Olympische Sportbund arbeitet an einer Bewerbungsstrategie.

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) plant eine Olympia-Bewerbung mehrer deutscher Städte. Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) hat sich für eine Beteiligung Hamburgs aufgeschlossen gezeigt. „Diese Idee ist jedenfalls bedenkenswert. Sie kommt nicht von mir, aber darüber muss man ja nachdenken dürfen, ob auch Hamburg dann ein Austragungsort für einen Teil dieser Olympischen Spiele sein soll”, sagt Tschentscher im Jahres-Interview von NDR.

Für welches Jahr man sich bewerben wolle, sei noch nicht klar, der frühest mögliche Zeitpunkt ist 2036. Mögliche Sportarten für Hamburg könnten Segeln und andere Wassersportarten, aber auch Triathlon oder Beachvolleyball sein.

Ausrichtung in Deutschland: Nur wenn der Nutzen klar ist

Bei seiner diesjährigen Mitgliederversammlung befürwortete der DOSB eine mögliche Bewerbung um die Olympischen und Paralympischen Spiele. Dazu soll ein mehrstufiger Strategieprozess ausgearbeitet werden. Gemeinsam mit Interessensvertreter*innen aus Wirtschaft, Politik, Kultur und anderen gesellschaftlichen Bereichen will der DOSB vor allem darüber diskutieren, warum Deutschland sich für die Spiele bewerben sollte. Erst wenn der Nutzen für das Land klar ist, können Details wie Ausrichtungsort oder -jahr besprochen werden.

Ende 2023 soll der DOSB entscheiden, ob und für welches Jahr, mit welchen Städten und unter welchen Bedingungen sich Deutschland bewirbt.

Wichtig sei ein nachhaltiger Ansatz. “Die Zeiten von gigantischen Neubauten, deren Nachnutzung kaum darstellbar ist, sollten endgültig vorbei sein”, schreibt der Sportbund in einer Pressemitteilung. Da keine deutsche Stadt alle Voraussetzungen erfülle, um Olympische und Paraolympische Spiele auszurichten, ziehe man eine Bewerbung von mehreren Städten in Betracht.

“Ich könnte mir vorstellen, dass es auch in Hamburg möglich ist, sich daran zu beteiligen, wenn die Bevölkerung und die Politik es wünschen”, so Tschentscher.

Bewerbung für Olympia in Hamburg bereits gescheitert

Hamburg hatte sich bereits 2015 für die Olympischen Spiele 2024 beworben, in einem Referendum stimmten die Hamburger*innen jedoch gegen die Bewerbung. Gegner*innen der Bewerbung sorgten sich um steigende Mieten, eine stärkere soziale Spaltung oder fehlende Nachhaltigkeit.

Eine gemeinsame Bewerbung unterscheide sich von der gescheiterten Bewerbung 2015, da die Stadt ihre olympiatauglichen Sportstätten einbringen könne, so Tschentscher. “Wir haben sehr günstig geeignete Möglichkeiten, Segelwettbewerbe oder Wassersportangebote zu machen.”

lin/dpa

Vorheriger ArtikelStudieren, wo Helmut Schmidt geboren wurde
Nächster ArtikelSo wird das Wetter an den Feiertagen in Hamburg
Sarah Lindebner, 1998 in Innsbruck geboren, scheint Heimweh nicht zu kennen: Für Workaways zog es sie bereits nach England, Island, Norwegen und Portugal, für ihr Bachelorstudium in Kommunikationswissenschaft nach München. Bei einer Produktionsfirma für Werbefilme räumte sie als Praktikantin Keller aus und wirkte bei einem Kurzfilm über eine Entführung mit. Technisches Knowhow erwarb sie während eines weiteren Praktikums in einer Dokumentarfilmproduktion. Bei einem halbjährigen Videojournalismus-Stipendium nahm sie die Kamera selbst in die Hand, um Nachtschichten in Bäckereien, Hotels und Krankenhäusern zu begleiten. Jetzt verbringt sie ihre Tage in den Redaktionsräumen von FINK.HAMBURG, wo die nächsten Filmprojekte auf sie warten. Lange wird es sicher nicht dauern, bis Sarah wieder die Koffer packt. Next Stop: die Mongolei. Kürzel: lin