Frau und Berater in Büro
In der Verbraucherzentrale Hamburg werden Beratungsgespräche bald sowohl in dezentralen Stadtteilbüros, als auch online angeboten. Foto: Jochen Knobloch

Die Verbraucherzentrale Hamburg erhält in den kommenden zwei Jahren zusätzlich 685.000 Euro Förderung durch die Stadt Hamburg. Ziel der Förderung ist der Ausbau digitaler Beratungsangebote und dezentraler Stadtteilbüros.

Auf Antrag der Fraktionen von SPD und Grünen in der Hamburgischen Bürgerschaft fördert die Stadt Hamburg die Verbraucherzentrale Hamburg in den kommenden beiden Jahren zusätzlich mit 685.000 Euro. Der gemeinnützige Verein soll damit seine Informations- und Beratungsangebote in verschiedenen Hamburger Stadtteilen weiterentwickeln. Zudem plant die Verbraucherzentrale, sowohl die Digitalisierung vereinsinterner Strukturen fortzuführen, als auch den Ausbau digitaler Beratungsangebote für Verbraucher*innen. Dies geht aus einer Pressemitteilung vom gestrigen Mittwoch hervor.

Niedrigschwellige Beratungsangebote

Digital und nah, das möchte die Verbraucherzentrale Hamburg sein. Bei Ärger mit dem Telefonanbieter, hohen Energiekostenrechnungen oder fragwürdigen Inkassoschreiben ist laut Verbraucherzentrale Hamburg gerade in strukturell benachteiligten Quartieren eine niedrigschwellige Unterstützung für Verbraucher*innen besonders wichtig. Deshalb setze sie einerseits auf analoge Beratung direkt in den strukturschwachen Stadtteilen und andererseits auf digitale Angebote, die standortunabhängig nutzbar sind.

Die Beratungsstelle der Verbraucherzentrale Hamburg in der Innenstadt liegt zentral zwischen Hauptbahnhof und Lange Reihe. Zudem gibt es  Quartierbüros in den Stadtteilen Billstedt, Harburg, Lurup und Osdorfer Born. Den Ausbau der Beratungsangebote fördert die Stadt Hamburg mit insgesamt 285.000 Euro bis Ende 2024. Gleichzeitig gewinnen Online-Dienste in der Verbraucherarbeit immer mehr an Bedeutung. Hamburg fördert deshalb mit 200.000 Euro pro Jahr den Betrieb neu eingeführter digitaler Werkzeuge und Angebote für die kommenden zwei Jahre.

Verbraucherzentrale Hamburg: Mehr Nachfragen in der Energiekrise

Gerade in der gegenwärtigen Energiekrise gibt es laut Michael Knobloch, Vorstand der Verbraucherzentrale Hamburg e.V., einen steigenden Beratungsbedarf. Auf Nachfrage von FINK.HAMBURG berichtet er: „Wir beobachten eine explodierende Nachfrage in Zusammenhang mit Preiserhöhungen von Gas, Strom und Fernwärme. Viele Menschen lassen ihre Energieabrechnungen von uns prüfen.” In Zusammenarbeit mit dem Mieterverein zu Hamburg und Mieter helfen Mietern berät die Vebraucherzentrale Hamburg auch zu Nebenkostenabrechnungen und Preiserhöhungen. Aufgrund der steigenden Nachfrage hat sie zudem eine kostenpflichtige Beratungshotline eingerichtet, in der Jurist*innen zu Energierecht beraten.

jkh

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Julian Khodadadegan liebt das Theater. Und wie in jedem guten Theaterstück hat sein beruflicher Werdegang viele Wendungen. Im ersten Akt macht er in Hamburg ein FSJ und will Erzieher werden. Dann wendet sich das Blatt, er vermisst das Schreiben und beginnt in Lingen Kommunikationsmanagement zu studieren. PR soll es werden. Akt drei: Julian entdeckt seine Leidenschaft für den Journalismus. Nach einem Praktikum beim „Stadtblatt Osnabrück“ arbeitet er dort zwei Jahre, interviewt Lokalpolitiker:innen und schreibt Theaterrezensionen. Nebenbei ist er Regieassistent bei einem Amateurtheater. Akt vier spielt, wieder an der Elbe, in der FINK.HAMBURG-Redaktion. Julian widmet sich im Masterstudiengang Digitale Kommunikation voll und ganz dem Journalismus. Vorhang. Pause. Das Ende des Stücks ist noch nicht geschrieben … Kürzel: jkh