Visualisierung Elbtower nach dem Bau.
Der Bau des Elbtowers kann offiziell starten. Foto: Signa Real Estate

Der Projektentwickler Signa Real Estate hat die zweite Rate für das Elbtower-Grundstück gezahlt. Das teilte die Stadtentwicklungsbehörde am Montagabend mit. Damit sind alle Voraussetzungen der Stadt Hamburg erfüllt. Der Bau kann beginnen.

Der Projektentwickler des Elbtowers Signa Real Estate hat sämtliche vertragliche Pflichten zur Grundstücksübernahme erfüllt. Das Areal in der HafenCity konnte nun offiziell übergeben werden. Die letzte noch offene Bedingung war die Zahlung der zweiten Rate des Kaufpreises. Von den insgesamt 122 Millionen Euro waren noch 87 Millionen fällig gewesen.

„Mit der fristgerechten Zahlung der letzten Kaufpreisrate wurde der Forderungskatalog der Freien und Hansestadt Hamburg zum Grundstücksübergang erfüllt”, teilte Stadtentwicklungssenatorin Karen Pein (SPD) mit.

Vor dem offiziellen abgeschlossenen Kauf hatte die Signa Real Estate auf dem Gelände bereits Tiefbauarbeiten auf eigenes Risiko gestartet. Nun kann der Hochbau offiziell starten.

Elbtower nach wie vor umstritten

Der Elbtower, der den östlichen Endpunkt der HafenCity markieren soll, war von Anfang an umstritten. René Benko, Inhaber der Signa Real Estate, steht immer wieder in der Kritik. Ein österreichisches Gericht beschäftigt sich derzeit mit einem Korruptionsverfahren, in dem Benko möglicherweise verwickelt ist. Die Signa-Holding, zu der die Signa Real Estate gehört, ist in Deutschland zudem auch als Eigentümerin der insolventen Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof bekannt.

Gebäude wird 2023 in die Höhe wachsen

Schon im Sommer solle der Rohbau das 8. Stockwerk erreichen. Für den geplanten Elbtower in der Hamburger HafenCity wurde bereits eine vier Meter dicke Bodenplatte gegossen. Nach Angaben von Signa Real Estate soll der voraussichtlich 950 Millionen Euro teure Elbtower bis 2026 fertiggestellt werden. Mit 65 Stockwerken und 245 Metern Höhe soll er nach dem Commerzbank-Turm und dem Messeturm in Frankfurt das dritthöchste Hochhaus Deutschlands werden. Geplant ist eine Mischnutzung aus rund 5000 Arbeitsplätzen, einem Hotel, Gastronomie und einer Aussichtsebene in 225 Metern Höhe. Die Initiative zu dem Bauprojekt kam vom heutigen Bundeskanzler Olaf Scholz. Er hatte es noch als Hamburger Bürgermeister unmittelbar vor seinem Wechsel in das Bundesfinanzministerium der Öffentlichkeit vorgestellt.

may/dpa

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Maylin Rivero (1998) war zuletzt als Sechsjährige in Kuba, dem Heimatland ihres Vaters. In München aufgewachsen, gehörten Salsamusik und Kochbananen trotzdem immer zu ihrem Alltag. Sie studierte Jura und Soziologie an der LMU München und schrieb ihre Bachelorarbeit zum Thema „Antischwarzer Rassismus in einer weißen Mehrheitsgesellschaft am Beispiel der USA“. Dabei spielten ihre Erfahrungen während eines Highschooljahres in Nebraska durchaus eine Rolle. Möglichst weit weg ist Maylins Motto: Während eines Freiwilligendienstes in Kolumbien unterrichtete sie an einer Schule und war dort auch für die Pressearbeit zuständig. Für ein französisches Startup schrieb sie Newsletter und Social-Media-Posts. Und nun in Hamburg? Neben ihrem Masterstudium vertieft sie ihre DJ-Skills – kein Salsa, sondern Hiphop. Kürzel: may

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