Gästeführer Andreas Kowalski auf dem Jüdischen Friedhof in Altona.
Gästeführer Andreas Kowalski auf dem Jüdischen Friedhof in Altona.

Er ist eine letzte Ruhestätte jüdischer Persönlichkeiten und repräsentiert ein bedeutendes kulturelles Erbe. Der jüdische Friedhof mitten in Hamburg Altona wurde im Jahr 1611 gegründet und ist damit eine der ältesten jüdischen Begräbnisstätten in Norddeutschland.

Mitten in der Stadt, gegenüber einer Tankstelle und dem Altonaer Turnverband, stehen auf einer kunstvoll eingezäunten Fläche viele Grabsteine – große, kleine, flache, hohe, welche, die an Tafeln erinnern und solche, die aussehen wie versteinerte Särge. Der jüdische Friedhof Altona wurde angelegt als letzte Ruhestätte von deutschen Jüdinnen und Juden, sowie von Jüd*innen aus Portugal, die ins Exil getrieben wurden. Der Friedhof zeugt von der jüdischen Geschichte Hamburgs und steht unter Denkmalschutz.

Viele der Grabsteine zeigen nicht viel mehr als knappe Schriftzüge. Manche sind aufwändig verziert – mit filigranen hebräischen Inschriften und Symbolen. Sie alle erzählen eine Geschichte, die über 400 Jahre in die Vergangenheit reicht. Im Laufe der Jahrhunderte sind hier Rabbiner, Kaufleute und Gelehrte beigesetzt worden, die zur kulturellen und religiösen Entwicklung der jüdischen Gemeinde in Hamburg beigetragen haben. Im 17. und 18. Jahrhundert war Altona ein Zentrum des jüdischen Lebens – und der Friedhof ein wichtiger Ort der jüdischen Gemeinschaft.

Jüdische Friedhof in Altona: Architektur und Besonderheiten

Die Symbole auf den Grabsteinen sind mit dem jüdischen Glauben und jüdischer Tradition verbunden. Besonders auffällig sind die Inschriften, die in hebräischer Sprache verfasst sind und oft Zitate aus der Tora oder aus Gebeten enthalten. Ein weiteres markantes Merkmal des Friedhofs ist die hohe Dichte der Grabstätten, die bis heute erhalten geblieben sind. Diese enge Anordnung spiegelt die enge Verbundenheit der Gemeinde mit diesem Ort wider.

Führungen und Bildungsangebote

Heute wird der Jüdische Friedhof in Altona als kulturhistorisches Denkmal gepflegt und ist für Besucher*innen zugänglich. Er ist ein Ort der Ruhe und des Gedenkens. Um die Geschichte der jüdischen Gemeinde in Altona einem breiteren Publikum zugänglich zu machen, organisiert die Stiftung Denkmalpflege Hamburg regelmäßig Führungen und Bildungsangebote.

Diese Veranstaltungen bieten tiefere Einblicke in die Geschichte des Friedhofs, die Bedeutung der Grabsteine und die kulturellen Praktiken der jüdischen Gemeinschaft. Besuchende haben so die Möglichkeit mehr über die Lebensgeschichten der Menschen zu erfahren, die hier begraben wurden.

Der Jüdische Friedhof in Altona ist ein Ort der Erinnerung, der dazu beiträgt, das kulturelle Erbe der jüdischen Gemeinschaft zu bewahren.

Ayan Balakhanova, Jahrgang 1999, hat schon mehr falsche Aussprachen ihres Namens gehört als Timothée Chalamet, weshalb sie sich beim Journalismusstudium in Magdeburg dazu entschied, eine Präsentation darüber zu halten: Man nehme Fußballer (Michael) Ballack + Hannover nur mit einem a am Ende – und voilà. Ayans Eltern stammen aus Aserbaidschan, sie ist in Düsseldorf aufgewachsen. Dort managte sie beim Landesverband der Jüdischen Gemeinden Nordrhein Projekte in der Jugendarbeit, und zwar multilingual: Ayan spricht Deutsch, Englisch, Hebräisch, Russisch und Aseri Kürzel: abk

Gegensätze ziehen Kristin Müller, geboren 2001 in Ulm, regelrecht an. Sie wuchs in Baden-Württemberg auf, spricht allerdings kein Schwäbisch, trinkt gerne Guinness, mag aber eigentlich kein Bier und hat sich tierisch über den Cliffhanger aus Crescent City aufgeregt – nur um den nächsten Band nicht zu lesen. Nach ihren journalistischen Anfängen bei der Walsroder Zeitung landete sie während des Studiums im Community Management des Stadtportals “bremen.de” und bei der Social Media Agentur Himmelrenner. Für den Master wurde die selbsterklärte Bremen-Liebhaberin schließlich zur Wahl-Hamburgerin. Kein Gegensatz, wie Kristin findet.
Kürzel: mü

Karoline Gebhardt, geboren 1994 in Reinbek, ist Ex-Landesmeisterin im Bogenschießen. Zu dem Hobby kam sie durch den Film „Plötzlich Prinzessin“. Heute schaut sie lieber koreanische Filme mit Untertiteln. Bei Metal-Konzerten crowdsurft sie und landete dabei schon im legendären Club Logo auf der Bühne. Im Bachelor studierte sie Bibliotheks- und Informationsmanagement und recherchierte als Werkstudentin bei der dpa für die Katastrophen-Warn-App Nina. Für „Szene Hamburg“ testete Karo Restaurants und schmiedete für eine Reportage ein Küchenmesser. Karoline ist besessen vom Thema Quiz, ob im Pub oder im TV - sie selbst bezeichnet sich als Günther-Jauch-Ultra. Kürzel: kar

Sarah Bayerschmidt, Jahrgang 2001, kommt aus Amberg, ihre bayerische Herkunft verrät ihr Nachname oder die Aussprache des Wortes „furchtbar“. Studiert hat sie Journalistik in Eichstätt. Beim ZDF im Landesstudio Berlin hat sie über Blockadeaktionen der Letzten Generation berichtet und war bei einem Klebetraining dabei. Ein anderes Thema, das ihr wichtig ist: Tattoos. In einer Podcast-Folge für das ZEIT-Wissen Magazin hat Sarah eine Tätowiererin begleitet und mit einem Tattooforscher darüber gesprochen, was die Körperkunst für Menschen bedeutet. Sie selbst trägt unter anderem am Bein einen Zeichentrickhasen (mit Zeitung in der Hand!) und den Spruch „wird schon“.

Kürzel: bay

Katja Niko, Jahrgang 2001, mag keinen Kaffee, ist aber trotzdem immer hellwach. Die passionierte Leichtathletin mit Spezialgebiet Sprint wird auf eine Profikarriere leider verzichten müssen: Schon zweimal hat sich ihre Kniescheibe aus ihrem eigentlichen Aufgabenbereich verabschiedet. Dafür wächst die Fan-Foto-Sammlung weiter – ganz oben auf der Liste: ein Selfie mit der schnellsten Frau Europas. Nach sieben Semestern Journalistik und diversen Medienpraktika hat Katja beschlossen, ihre Heimatstadt Stuttgart zu verlassen und in eine echte Medienstadt zu ziehen. Auf ein Bad in der Elbe verzichtet sie aber vorläufig – in Australien musste sie schon einmal von der Küstenwache aus dem Pazifik gerettet werden. Kürzel: kat

Eva Rabbe, Jahrgang 1999, kreidet auf den Straßen ihrer Heimatstadt Braunschweig sexualisierte Gewalt an und gründete 2020 die Initiative Catcallsofbs. Ihren Bachelor machte sie in Medienmanagement in Salzgitter. Für ein Praktikum bei Jung von Matt zog sie nach Hamburg. Dort entwickelte sie als Werkstudentin Social Media Konzepte für diverse Unternehmen: Nur Corona hielt sie davon ab, für Adidas den Halbmarathon in Berlin zu laufen. Privat joggt und fotografiert Eva gerne. Mittlerweile probiert sie sich zudem auf der Bühne im Thalia Theater aus. Kürzel: rab

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