Schlagermove: 200.000 Menschen feiern in farbenfrohen Kostümen

    Eine Bilanz zum „Festival der Liebe"

    Menschen in bunten Kostümen feiern im Regen während des Schlagermove 2026.
    Die Schlagermove-Gäste feierten trotz Regen. Foto: Georg Wendt/dpa

    Hunderttausende Menschen besuchten am Samstag den 28. Schlagermove in Hamburg. In bunten Outfits zogen sie durch die Stadt und feierten in den verschiedenen Locations.  

    Rund 200.000 Menschen besuchten laut den Veranstaltern den Schlagermove 2026, so der NDR. In bunten Kostümen fuhren knapp 5.000 von ihnen auf 49 geschmückten Trucks durch die Stadt. Begleitet von Schlagermusik ging es von den Landungsbrücken bis zur Reeperbahn. Der Umzug startete am Samstagnachmittag um 15 Uhr. Trotz Regen feierten tausende Gäste ausgelassen. Der letzte Truck kehrte um 20:30 Uhr auf das Heiligengeistfeld zurück. 

    Erste-Hilfe, Müll und Scherben

    Am Samstag gab es 339 Erste-Hilfe-Einsätze für Rettungskräfte. Das Codewort „Habt ihr Softeis?“ wurde im Vorhinein festgelegt, damit Besucher*innen unauffällig bei den rund 300 Sanitäter*innen am Wegrand um Hilfe bitten konnten. In den sozialen Medien waren nach dem Umzug Aufnahmen von Müll zu sehen: Scherben, Becher und überfüllte Abfallcontainer. Die Stadtreinigung beseitigte die Verschmutzungen. Die 500 an der Strecke installierten Toiletten sollten Wildpinkeln vorbeugen. Im vergangenen Jahr kam es zu 100 Rettungseinsätzen, rund 300.000 Menschen besuchten das Fest.

    Schlagermove 2026: Bundespolizei zieht positive Bilanz

    Die Bundespolizei berichtet von zwei Vorfällen in Bahnhofsnähe im Zusammenhang mit dem Schlagermove: Ein 47-Jähriger weigerte sich den Sanitärbereich zu verlassen und versuchte anschließend einen Beamten zu treten. Ein 24-jähriger Mann zeigte Bundespolizisten mehrfach den Mittelfinger. Gegen beide Täter wurde ein Strafverfahren eingeleitet. Insgesamt sei das Sicherheitskonzept für die An- und Abreise der Gäste aber aufgegangen, so die Bundespolizei.

    ski mit dpa

    Vor Jelko Wronski, Jahrgang 2001, sollte man lieber nicht zu langsam gehen. Der gebürtige Oldenburger hat neben 40 Schuh-Paaren eine ausgeprägte Antipathie – und zwar gegen alle die auf dem Gehweg schleichen. Als Autor von Gedichten und Kurzgeschichten, ob über ein Alien auf einer Hausparty oder zwei verliebte Spielzeugfiguren, steht Jelko für Spannung und Tempo. Bei “Brigitte” (Gruner + Jahr) hat er ein Praxissemester gemacht und später als Werkstudent gearbeitet. Für sein Journalistik-Studium in Hannover führte er Interviews mit einer Sekte oder ging ans eigene Limit für einen 24-Stunden-Dreh beim Technokollektiv. Auch für seine Beiträge gilt: Jelko mag keinen Stillstand.
    Kürzel: ski

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