Schon 40 Hitzetote in Hamburg

RKI-Zahlen zu Hitzetoten

Über einem trockenen Kornfeld ist ein blauer Himmel mit wenig Wolken.
Das RKI prognostiziert für Hamburg im laufenden Jahr bereits 40 Hitzetote. Foto: Pixabay/Mylene2401

Ende Juni gab es bundesweit einen traurigen Rekord: Mehr Hitzetote als je zuvor. Auch in Hamburg starben mit 40 Menschen so viele Menschen an Hitze, wie noch nie zuvor zu dieser Jahreszeit.

Während der Hitzewelle Ende Juni gab es in Deutschland so viele Todesfälle wie nie zuvor zu dieser Jahreszeit, seit das statistische Bundesamt die Todesfälle zählt. Das geht aus einem Bericht des statistischen Bundesamts hervor. In der 26. Kalenderwoche sind in Deutschland rund 23.700 Menschen gestorben. Zum Vergleich: Der höchste Wert lag bisher bei rund 19.200 im Jahr 2024. In Hamburg zählt das Robert-Koch-Institut (RKI) 40 Hitzetote.

„Die Hitze­einwirkung führt sehr selten unmittel­bar zum Tod, in den meisten Fällen ist es die Kombination aus Hitze­exposition und bereits bestehenden Vor­­erkrankungen”, erklärt Susanne Glasmacher vom RKI auf Nachfrage von FINK.HAMBURG. Daher tauche Hitze nicht als Todesursache auf dem Totenschein auf. Die Anzahl der Hitzetoten könne daher nur geschätzt werden.

RKI: Dieses Jahr schon 40 Hitzetote in Hamburg

Das RKI führt eine eigene Statistik zur sogenannten „Hitzemortalität”. Dabei wird die Differenz zwischen erwarteten Todesfällen mit und ohne Hitze vorhergesagt. Für Hamburg kommt das RKI allein für das erste Halbjahr auf 40 Hitzetote. Im Rekordjahr 2018 waren es sogar 110 Hitzetote.

Bundesweit gab es sogar einen traurigen Rekord: „Das vom RKI entwickelte Hitze­modell schätzt, dass diese Hitze­periode bisher zu etwa 5.100 hitze­bedingten Sterbe­fällen in Deutschland führte”, schreibt das RKI. Obwohl der Sommer noch nicht vorbei ist, wäre das laut RKI der höchste Wert der letzten fünf Jahre.

Das statistische Bundesamt fasst seit 2021 die Zahl der bundesweiten Todesfälle in einem Bericht zusammen und aktualisiert ihn regelmäßig. Besonders interessant ist die Zahl der sogenannten Übersterblichkeit, also wie viel mehr Menschen gestorben sind als üblich. Während der Hitzewelle lag die Übersterblichkeit bei 6.800. Laut Susanne Glasmacher vom RKI gebe es keine andere plausible Erklärung als die Hitze für diese Zahl. „Einzelne Gründe wie Badeunfälle erklären nur einen kleinen Teil dieser 6.800 Fälle”, so Glasmacher.

Juli war so heiß wie nie zuvor

Laut dem Deutschen Wetterdienst war es im Juli heißer als je zuvor in Deutschland. Mit 41,7 Grad Celsius wurde ein neuer Temperatur-Höchststand gemessen. An 46 Wetterstationen war es über vierzig Grad heiß. Hamburg blieb mit bis zu 39,4 Grad knapp darunter.

Für Tipps, wie man sich während einer Hitzewelle verhalten soll, verweist das RKI auf eine Website des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit. Dort gibt es eine Liste, wie man häufig auftretende Beschwerden bei Hitze erkennt und wie man darauf reagieren kann.

Laut dem Bundesinstitut sind besonders Menschen über 65 Jahren und Pflegebedürftige betroffen. Zu den Gefahren gehören Austrocknung des Körpers, Sonnenstich und Hitzeschlag.

jas

Wer eine Leseempfehlung braucht, fragt am besten Jasper Vormschlag. Er interessiert sich für Fantasy-Bücher und “alles mit Spannung”. Seine Lieblingsbücher bespricht er auf Instagram und setzt sich kritisch mit Trends in der Branche auseinander, Beispiel KI auf Covern. 2003 in Schwanewede geboren, hat er an der HAW Hamburg Medien und Kommunikation im Bachelor studiert. Er bringt viel Expertise im Social Media Bereich mit und hat etwa für die Grünen Hamburg den TikTok-Kanal mit aufgebaut oder für die Regionalbahn Metronom Posts erstellt. Bei der Mopo arbeitete Jasper in der Redaktion mit. Trotz Fantasy-Leidenschaft möchte er nicht in einer Dystopie leben – und verzichtet daher bewusst auf Autofahren und lebt vegan. Kürzel: jas

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