Zahlreiche Fahrräder stehen am 25.04.2017 in Hamburg auf einem Firmengelände.
Bei einer Razzia in Rothenburgsort hat die Polizei am Dienstag rund 1500 möglicherweise gestohlene Fahrräder sichergestellt. Foto: Daniel Bockwoldt/dpa (c) dpa - Bildfunk

In einer Lagerhalle im Stadtteil Rothenburgsort hat die Polizei Hamburg 1.700 gestohlene Fahrräder sichergestellt. Sie sollten nach Osteuropa verkauft werden. Der Fund wird nun kategorisiert.

Die Hamburger Polizei hat am Dienstagmorgen 1.700 gestohlene Fahrräder in einer Lagerhalle in Rothenburgsort sichergestellt. Rund 200 Polizisten und 15 LKWs waren im Einsatz, um alle Räder abzutransportieren. Parallel wurden in Hamburg und Essen Wohnungen durchsucht. Die Räder stammen laut Timo Zill, Sprecher der Polizei Hamburg, überwiegend aus der Region. Hinter den Diebstählen sollen drei Männer stecken, die die Ware nach Osteuropa weiterverkaufen wollten.

Die Soko Fahrradklau will die Fahrräder schnellstmöglich ihren Besitzern zurückgeben. Dazu fotografiert und nummeriert die Polizei in den nächsten Wochen jedes einzelne Modell. Besonders hochwertige Räder seien auf den ersten Blick nicht dabei, sagte ADFC-Sprecher Dirk Lau. Die Räder werden zur Zeit in Niendorf gelagert. Die Polizei plant sie dort in Kürze auszustellen.

Zunächst ging die Polizei von 3.500 sichergestellten Rädern aus, korrigierte die Angaben aber später. Der Fund ist für die Hamburger dennoch ein besonderer Erfolg, da die Diebstahl-Quote bei Fahrrädern enorm hoch ist. Laut ADFC liegt Hamburg zusammen mit Berlin in der Statistik ganz vorn mit jeweils über 800 Diebstählen je 100.000 Einwohnern. 2016 wurden in Hamburg knapp 17.500 Fahrraddiebstähle angezeigt, die Polizei konnte nur 680 Fälle (3,9 Prozent) aufklären. Durch die Entdeckung in Rothenburgsort wird sich die Aufklärungsquote nun steigern.

Wie man sich am besten gegen Fahrradklau schützt, hat FINK.HAMBURG hier zusammengefasst.

cho/dpa

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Christina Höhnen, Jahrgang 1992, hat schon einmal den echten Weihnachtsmann getroffen. Der wohnt in Lappland, wohin sie während ihres Auslandssemesters in Finnland reiste. Die restliche Studienzeit verbrachte sie in Mittweida. Dort machte sie ihren Bachelor in Medienmanagement und leitete ein Jahr lang Deutschlands einzigen von Studenten geführten Lokalradiosender. Für den Umzug nach Sachsen tauschte sie Riesling gegen Pfeffi ein – Christina wuchs umgeben von Weinbergen in einem Moseldorf nahe Trier auf. Für Praktika bei einer Shopping-Vergleichs-App und bei fischerAppelt, relations zog sie nach Hamburg. Hier joggt sie am Liebsten durch Planten un Blomen und hört dabei Trash der 90er.