Flying Uwe droht Bußgeld
"Flying Uwe" zeigt sich überrascht. Immerhin drohen ihm nun statt 500.000 "nur" 10.500 Euro Strafe. Screenshot: YouTube flyinguwe

„Flying Uwe“ zeigt auf YouTube Produkte, ohne sie als Werbung zu kennzeichnen – jetzt droht ihm ein Bußgeld im fünfstelligen Bereich.

Die Medienanstalt Hamburg/Schleswig-Holstein hat gegen den Hamburger YouTuber „Flying Uwe“ ein Bußgeld in Höhe von insgesamt 10.500 Euro verhängt. Trotz mehrfacher Hinweise habe er es unterlassen, drei seiner YouTube-Videos, in denen er kommerzielle Produkte ausgiebig positiv darstelle, als Dauerwerbesendung zu kennzeichnen. Damit verstoße er gegen den Rundfunkstaatsvertrag.

„Das Internet ist kein rechtsfreier Raum. Wer professionell auf YouTube oder ähnlichen Plattformen agiert, muss sich auch an die geltenden Werbebestimmungen halten“, erklärte der Medienratsvorsitzende der Medienanstalt, Lothar Hay. Zuletzt hatte die Medienanstalt im April gegen den Hamburger geklagt. Damals drohte ihm ein Bußgeld von bis zu 500.000 Euro.

Parallel zu dem Verfahren gegen „Flying Uwe“ wurden im März rund 30 weitere YouTuber aus Hamburg und Schleswig-Holstein von der Landesmedienanstalt auf die Werbe- und Sponsoringbestimmungen bei YouTube hingewiesen. „Flying Uwe“ ist bisher der erste YouTuber in Deutschland, gegen den ein Bußgeld ausgesprochen wurde. Gegen das Urteil kann er Einspruch einlegen. Der Hamburger hat aktuell über 1,1 Millionen Abonnenten auf seinem YouTube-Kanal, auf dem er Kampfsport- und Fitness-Videos veröffentlicht.

mam/dpa/MA HSH

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