Greenpeace_Aktion_Elbphilharmonie
Aktivisten von Greenpeace projizierten in der Nacht auf Freitag eine herzförmige Erde mit der Forderung "Planet Earth First" auf die Elbphilharmonie. Foto: Georg Wendt/dpa

Als Antwort auf die Klimapolitik von Trump hat Greenpeace an der Elbphilharmonie ein leuchtendes Zeichen für den Klimaschutz gesetzt. Die Ziele des Pariser Abkommens könnten nur mit Hilfe der G20-Staaten erreicht werden.

Drei Wochen vor dem G20-Gipfel in Hamburg hat die Umweltorganisation Greenpeace an der Elbphilharmonie ein leuchtendes Zeichen für den Klimaschutz gesetzt. Als Antwort auf die „America First“-Politik von US-Präsident Donald Trump projizierten Aktivisten in der Nacht zu Freitag eine herzförmige Erde mit der Forderung „Planet Earth First“ auf das Konzerthaus. Dazu spielte der Pianist Michael Abramovich auf der Elbe an einem schwimmenden Konzertflügel ein Stück von Frédéric Chopin.

Die 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenstaaten verursachen laut Greenpeace zusammen rund 80 Prozent der weltweiten Treibhausgase. Ohne die USA seien es immer noch zwei Drittel. Das im Pariser Klimaschutzabkommen vereinbarte Ziel, den Temperaturanstieg deutlich unter zwei Grad zu halten, könne nur mit Unterstützung der G20-Staaten erreicht werden.

Mit der nächtlichen Aufführung des Werks will Greenpeace auch ein musikalisches Zeichen für die Bewahrung des Planeten Erde setzen. Mit Blick auf den G20-Gipfel sagte die Greenpeace-Energieexpertin Anike Peters: „Die Staats- und Regierungschefs müssen beweisen, dass der Schutz des Planeten von höchster Wichtigkeit ist – auch ohne Trump.“ Am 7. Juli wollen die G20-Chefs ein Konzert in der Elbphilharmonie besuchen.

An diesem Wochenende informieren nach Angaben der Umweltorganisation Hunderte Greenpeace-Ehrenamtliche in 44 Städten darüber, warum der G20-Gipfel wichtig für den Klimaschutz sei. Gemeinsam mit anderen Bürgerrechts- und Umweltaktivisten laden sie dazu ein, in über 40 Städten, darunter Hamburg, Berlin und Köln, Protestbanner und Schilder für die G20-Protestwelle am 2. Juli in Hamburg zu gestalten. Das Klimaherz werde als zentrales Motiv für den Klimaschutz auf Banner und Protestschilder gemalt.

fel/dpa

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Die Stimme von Johanna Felde, Jahrgang 1993, hat schon so manches junge Paar ins Eheglück begleitet: Eine Zeitlang sang sie in einer Band, die unter anderem bei Hochzeiten auftrat. Die gebürtige Wolfsburgerin mit russlanddeutschen Wurzeln hat sich in Berlin und Schottland für Obdachlose engagiert. Neben ihrem Studium der Publizistik- und Kommunikationswissenschaft an der Freien Universität in Berlin hat sie Praxiserfahrung beim ARD Text und WeltN24 gesammelt. Danach arbeitete sie bei Edition F im Bereich Native Advertising, was ihr Interesse am Verhältnis zwischen Journalismus und PR weckte. Jetzt wohnt sie zusammen mit einem Pärchen in einer 3er-WG im Schanzenviertel – und das funktioniert erstaunlich gut.